Ernst Busch (1900-1980)

Friedrich Wilhelm Ernst Busch wurde am 22. Januar 1900 geboren, wuchs in Kiel auf und erlernte den Beruf des Maschinenbauschlossers. Er engagierte sich in der sozialdemokratischen Arbeiterjugend und beteiligte sich 1918 am Kieler Matrosenaufstand. Im Jahre 1919 trat er der USPD und später der KPD bei. Anfang der 1920er Jahre nahm Ernst Busch Schauspiel- und Gesangsunterricht und hatte erste Engagements als Schauspieler an den Bühnen in Frankfurt/ Oder und Stettin. 1927 zog er nach Berlin und war dort bis 1933 an der Volksbühne von Erwin Piscator engagiert, wo er in Stücken von Berthold Brecht und Ernst Toller auftrat. Als Sänger wurde er bekannt durch seine Freundschaft mit dem Komponisten Hans Eisler, der den Großteil seiner Lieder schrieb. Bis zu seiner Flucht in die Niederlande 1933 wirkte Ernst Busch zudem in Filmen wie Slatan Dudows „Kuhle Wampe“ mit. Danach konzertierte er in Belgien, England und in der Schweiz, wo er im Rundfunk auftrat und an Schallplattenproduktionen beteiligt war. Nach Aufenthalten in der Sowjetunion reiste er nach Spanien und trat als Sänger vor den Internationalen Brigaden auf. Im Mai 1940 in Frankreich verhaftet, wurde Ernst Busch nach Deutschland ausgeliefert und wegen Hochverrat angeklagt. Bei einem Luftangriff in Haft erlitt er schwere Verletzungen und erlebte schließlich im April 1945 im Zuchthaus Brandenburg-Görden die Befreiung. Nach Kriegsende trat Ernst Busch wieder an den Bühnen Berlins auf, siedelte im Jahre 1949 in den Ostteil über und wurde festes Mitglied am Berliner Ensemble und dem Deutschen Theater. Insbesondere als Interpret internationaler Arbeiterlieder trat er immer wieder in Erscheinung. Vielfach ausgezeichnet, verbrachte er seine letzten Jahre zunehmend an Demenz leidend und starb am 8. Juni 1980. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof III in Pankow.

„Ihr habt Euch mit Busch einen fleißigen Künstler und guten Kommunisten zum Vorbild gewählt.
Und vergeßt auch nicht, hin und wieder seine Lieder anzuhören.“
Die Ehefrau Irene Busch in einem Gruß zur Namensgebung, 03.10.1984.

Die Lehrpläne ab der ersten Klassenstufe enthielten konkrete Hinweise zur Auseinandersetzung mit dem Leben und Werk des Namensgebers der Schule.

Museum Pankow

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