Sowjetisches Ehrenmal – Niederschönhausen

Sowjetisches Ehrenmal in Niederschönhausen
Sowjetisches Ehrenmal in Niederschönhausen
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Sowjetisches Ehrenmal im Volkspark Schönholzer Heide

Straße vor Schönholz, Germanenstraße 43 in Pankow, Ortsteil Niederschönhausen
Bauzeit / -Geschichte: 1947-1949 von Konstantin A. Solowjew, M. Belarenzew, W. D. Koroljew, Iwan D. Peruschdtschew

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Sowjetisches Ehrenmal in Niederschönhausen
Bild: Landesdenkmalamt Berlin, Wolfgang Bittner

Das Sowjetische Ehrenmal im nordwestlichen Teil des Volksparks Schönholzer Heide entstand von Mai 1947 bis November 1949 nach den Entwürfen der sowjetischen Architektengruppe Konstantin A. Solowjew, M. Belarenzew, W. D. Koroljew und des Bildhauers Iwan D. Peruschdtschew.

Mit drei Hektar Größe handelt es sich um eine auf Monumentalität und Tiefenwirkung hin ausgelegte Anlage, die eine strenge Gesamtwirkung entfaltet. Die Anlage verbindet dabei sowohl architektonische als auch skulpturale, bildliche und gartenkünstlerische Elemente mit der umgebenden Kulisse des Volksparks. Dieser Park war im NS-Regime ein Zwangsarbeitslager. Das Sowjetische Ehrenmal erinnert zum einen mahnend daran, ist aber vordergründig den Gefallenen des “Großen Vaterländischen Krieges 1941-1945” gewidmet.

Von einem Vorplatz führt eine Allee zu einem Ehrenhain, dessen Zugang von zwei Granitpfeilern flankiert wird. Die gesamte Anlage wird von einer 560 Meter langen Mauer umgeben. Darauf finden sich auf 100 Bronzetafeln die Namen, Dienstgrade und Geburtsjahre gefallener Sowjetsoldaten. Der Weg führt vorbei an den 16 Grabkammern, in denen 1.182 Angehörige der Roten Armee bestattet sind, zum Zentrum des Ehrenfriedhofes, einem Obelisken. Davor befindet sich die an eine Pietà erinnernde Skulptur “Mutter Erde”. Es handelt sich um das Standbild einer Frau, die ihren gefallenen Sohn betrauert. Der Granitsockel trägt die Inschrift: “Nicht vergebens war der Tod und das verflossene Blut der Sowjetsoldaten. Nicht vergebens der Kummer und die Tränen der trauernden Mütter, Witwen und Waisen. Sie rufen zum Kampf für den dauernden Frieden unter den Völkern auf.” Der Obelisk dahinter ist 33,50 Meter hoch und wird von einem Sockel aus schwarzem Porphyr getragen. Im Sockel befindet sich eine Ehrenhalle.

Der Schönholzer Ehrenfriedhof wurde am 7. November 1949 eingeweiht und oblag danach der Verantwortung des Ostberliner Magistrats. In den Jahren von 1968-1974 wurde die Anlage instandgesetzt. Heute wird das Ehrenmal, das 2010-2013 saniert und restauriert wurde, von der Stadt Berlin unterhalten wie auch die beiden sowjetischen Ehrenmäler im Treptower Park und im Tiergarten.