Noch eine Woche bis zum Tag des offenen Denkmals 2026: Neue Orte, exklusive Einblicke und Denkmalwissen aus erster Hand

Pressemitteilung vom 02.09.2026

Das vollständige Programm unter: www.berlin.de/denkmaltag

Am 12. und 13. September öffnen beim Berliner Tag des offenen Denkmals wieder hunderte spannende Orte ihre Türen. Unter dem Motto „NetzWERKE: Denkmale & Infrastruktur“ laden die meist ehrenamtlichen Veranstalterinnen und Veranstalter dazu ein, die Stadt aus neuen Perspektiven zu entdecken. Auf dem Programm stehen mehr als 350 Denkmale und rund 1.000 Veranstaltungen – von Führungen und Gesprächen über Baustellenbesichtigungen bis zu Kunst, Musik und besonderen Aktionen.

Eine Woche vor dem Denkmalwochenende lohnt sich ein genauer Blick ins Programm. In diesem Jahr sind zahlreiche Orte erstmals dabei oder öffnen nur zu diesem Anlass. Dazu gehören etwa das FEZ in der Wuhlheide, seit 2025 neu auf der Berliner Denkmalliste, oder das Deutsche Marken- und Patentamt. Die Staatsoper Unter den Linden beteiligt sich erstmals mit einem Tag der offenen Tür. Besonders seltene Einblicke versprechen Orte wie das Kino L’Aiglon oder die italienische Botschaft. Hier bietet sich die Gelegenheit, historische Orte kennenzulernen, die Besucherinnen und Besuchern normalerweise verschlossen bleiben.

Denkmalpflege aus erster Hand: Mit den Expertinnen und Experten des Landesdenkmalamtes unterwegs

Wer nicht nur Denkmale besichtigen, sondern mehr über ihre Geschichte, Architektur und denkmalpflegerische Arbeit erfahren möchte, findet in diesem Jahr spezielle Angebote des Landesdenkmalamtes in Kooperation mit verschiedenen Partnerinnen und Partnern.
In Kooperation mit der BVG ist der U-Bahnexperte des Landesdenkmalamtes unterwegs auf der U7 und geht der Architektur und Geschichte der Berliner U-Bahn nach. Die Tour macht sichtbar, wie eng Infrastruktur, Stadtentwicklung und Baukultur miteinander verbunden sind.
Auch der Verband der Berliner Stadtführer e.V. bietet eine Führung entlang dieser besonderen U-Bahnlinie. Bei einer exklusiven Baustellenbesichtigung der Wiesenburg im Wedding geben das Landesdenkmalamt und das leitende Architekturbüro Einblicke in die aktuellen Arbeiten und die Herausforderungen im Umgang mit einem bedeutenden historischen Ensemble.
Neu auf der Berliner Denkmalliste ist seit 2026 das Evangelische Gemeindezentrum Am Fennpfuhl, das im Rahmen des DDR-Programms „Kirchen für neue Städte“ entstand. Ein Experte des Landesdenkmalamtes erklärt vor Ort die architektonischen, gestalterischen und geschichtlichen Besonderheiten, die den Bau zu einem schützenswerten Denkmal machen.

Denkmäler unter freiem Himmel: Kultur und Natur verbinden

Wer bei schönem Wetter Kultur und Natur verbinden möchte, kann den Tag des offenen Denkmals auch zum Spaziergang durch historische Garten- und Parkanlagen nutzen. Lohnenswert sind etwa die denkmalgeschützten Anlagen Körnerpark, Treptower Park, Volkspark Rehberge oder der Lietzenseepark, in denen unterschiedliche Führungen und weitere Angebote auf die Besucherinnen und Besucher warten.
Auch die Meierei auf der Pfaueninsel verbindet Denkmalerlebnis und Landschaft. Die historische Anlage bietet im Rahmen ihrer Sonderöffnung einen außergewöhnlichen Ausflug in die Berliner Denkmalgeschichte.

Ein Stück Denkmalgeschichte zum Mitnehmen: Aktion der Charité

Ein besonderes Zeichen für den Umgang mit dem baulichen Erbe setzt die Charité – Universitätsmedizin Berlin mit einer Aktion am Campus Benjamin Franklin. Die ikonischen Betonelemente der ehemaligen Screenfassade des Klinikums werden zu besonderen Erinnerungsstücken. 140 originale Fassadenelemente, die sogenannten „Wirbelkörper“, werden gegen einen Unterstützungsbetrag abgegeben; die Aktion unterstützt zugleich die Erhaltung des historischen Klinikgebäudes.
Die Abholung der Elemente findet am Samstag, 12. September 2026, von 12 bis 14 Uhr am Campus Benjamin Franklin, Hindenburgdamm 30, statt und wird von einem Rahmenprogramm begleitet.

Der Tag des offenen Denkmals

Der Tag des offenen Denkmals findet seit 1993 im Rahmen der European Heritage Days am zweiten Sonntag im September statt und wird bundesweit wird über die Deutsche Stiftung Denkmalschutz koordiniert. Er ist die größte und beliebteste Veranstaltung zum Thema Denkmalpflege und erstreckt sich in Berlin aufgrund der Fülle der Angebote über zwei Tage. Besucherinnen und Besucher können in der Regel kostenfrei aus knapp 1.000 Angeboten in allen Bezirken auswählen. Damit ist das Denkmalwochenende das größte gemeinschaftlich organisierte Kulturprojekt Berlins.

Jetzt Programm zusammenstellen

Das Programm zum Tag des offenen Denkmals wird laufend ergänzt und aktualisiert. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei, bei besonders gefragten Führungen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Das vollständige Programm mit allen Veranstaltungen, Zeiten und Informationen zur Anmeldung: www.berlin.de/denkmaltag

Für die Berichterstattung vermittelt das Landesdenkmalamt Berlin gerne Interviewpartnerinnen und Interviewpartner zu den Themen Denkmalpflege, neue Denkmale, Architektur- und Stadtgeschichte sowie zu ausgewählten Veranstaltungen und Denkmalen des Wochenendes.

Kontakt

Nicole Hildebrandt, Tel. (030) 90259-3670, nicole.hildebrandt@lda.berlin.de

Pressefotos

Pressefotos zur aktuellen Berichterstattung stehen auf der Website des Landesdenkmalamtes zum Download zur Verfügung: www.berlin.de/denkmaltag