Newsletter des Landesdenkmalamtes Berlin - 22.09.2025

Inhalt

1. Rückblick Tag des offenen Denkmals 2025

Impressionen vom Tag des offenen Denkmals 2025

Unter dem Motto „Denkmalpflege. MehrWert für Berlin“ fand am 13. und 14. September in Berlin der Tag des offenen Denkmals statt. Mehr als 50.000 Besucherinnen und Besucher konnten über 350 Denkmale entdecken und bei fast 1.000 Einzelveranstaltungen die Geschichte(n) Berlins persönlich erleben. In allen Bezirken standen Ausstellungen, Führungen, Radtouren, interaktive Formate, Gespräche, Performances, Kunst und Musik auf dem Programm.

Der Tag des offenen Denkmals ist das größte gemeinschaftlich organisierte Kulturprojekt Berlins – von Berlinerinnen und Berlinern für Berlinerinnen und Berliner. Öffentliche Einrichtungen, Vereine und Initiativen, Kirchengemeinden und Stiftungen, Firmen und Wohnungsbaugesellschaften sowie viele Privatpersonen zeigten gemeinsam, ehrenamtlich und kostenfrei, wo für sie der MehrWert ihres Denkmals liegt und schufen dabei selbst einen großen Wert.

Zur großen Abschlussveranstaltung auf der Dachterrasse des ICC sprach Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen den Veranstaltenden dafür seinen besonderen Dank aus.

Impressionen vom Denkmalwochenende

2. Rückblick „49h ICC“

Die zentrale Lichtplastik war der Publikumsmagnet im ICC, Foto: Paul Hahn

Mit „49h ICC“ öffnete zum Tag des offenen Denkmals eines der größten und spannendsten Bauwerke Berlins seine Türen – die sonst für die Öffentlichkeit verschlossene Architektur-Ikone ICC. Eine seltene Chance, die sich 38.000 Besucherinnen und Besucher nicht entgehen lassen wollten. Erstmals wurden auch bislang unzugängliche Räume geöffnet – darunter Saal 2, der zweitgrößte Veranstaltungssaal des Hauses. Begleitet wurde die Öffnung von einem abwechslungsreichen Programm mit Ausstellungen, Führungen und Workshops.

Einen besonderen Mehrwert stellt die technische Instandsetzung der berühmten Lichtplastik von Frank Oehring im Herzen des ICC dar, die im Rahmen des Projekts „49h ICC“ und mit finanzieller Unterstützung der Wüstenrot Stiftung umgesetzt werden konnte.
Die Öffnung des ICC war ein Projekt von visitBerlin, ermöglicht durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, organisiert in Zusammenarbeit mit dem Landesdenkmalamt Berlin und der Messe Berlin.

Impressionen von 49h ICC

3. Wanderausstellung „Denkmalpflege. MehrWert für Berlin“ erfolgreich gestartet

Viele Besucherinnen und Besucher brachten sich aktiv in die Ausstellung ein, Foto: Nicole Hildebrandt

Zum Tag des offenen Denkmals präsentierte das Landesdenkmalamt erstmals die neue Ausstellung „Denkmalpflege. MehrWert für Berlin“ im ICC Berlin einem großen Publikum. Die Ausstellung zeigt an ausgewählten Beispielen, welche Mehrwerte unsere Denkmale und deren Erhalt für die Gesellschaft haben – von Gesundheit und Innovation bis Bewegung und Lebensfreude. Mit oft überraschenden Begriffen will sie die Besucherinnen und Besucher abholen und mit provozierenden Fragen zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema animieren.

Über verschiedene Beteiligungsformate können die Besucherinnen und Besucher auch ihre eigenen Gedanken und Mehrwerte in der Ausstellung hinterlassen.

Impressionen der Ausstellung im ICC

4. Münzschatzfund vom Molkenmarkt nun im PETRI Berlin ausgestellt

Aktuelle Funde ausgestellt im PETRI Berlin, Foto: Christof Hannemann

Der Münzschatzfund aus dem 13. Jahrhundert, der vor kurzem bei den Ausgrabungen am Molkenmarkt gefunden wurde, ist ab sofort zusammen mit weiteren aktuellen Funden im PETRI Berlin zu bewundern. Auch wenn der damalige Münzwert gerade einmal für einen Laib Brot ausgereicht hat, ist er aufgrund der wenigen Münzen aus dieser Zeit für die historische Erforschung Berlins von immensem Wert. Neben den Münzen ist eine kleine Knochenflöte aus dem 17./18. Jahrhundert zu sehen, die aufgrund ihrer Maße von 7,2 Zentimetern als Vogel- oder Hirtenpfeife gedeutet werden kann. Dazu gesellen sich sechs steinerne Murmeln, die ebenfalls in einer Baugrube des 17./18. Jahrhunderts geborgen werden konnten. Die Funde geben einen kleinen Einblick in den Alltag vergangener Zeiten und lassen uns die Geschichte Berlins greifbarer erscheinen.

Das PETRI Berlin kann dienstags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und Samstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr besucht werden.

Zur Website des PETRI Berlin

5. Triennale der Moderne: Auftakt-Veranstaltung "Zerrissene Moderne(n)"

Triennale der Moderne, Gestaltung: Ben Buschfeld

Am 25. September um 18.00 Uhr startet die Triennale der Moderne 2025 mit einer Auftaktveranstaltung in der Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt im Bund. Es erwartet Sie ein Ausblick auf das vielfältige Programm in Weimar, Dessau und Berlin. Das Motto „Zerrissene Moderne(n)“ hebt auf die erzwungene Migration des Bauhauses von Weimar nach Dessau ab, spiegelt sich aber auch in einzelnen Beiträgen des Festivals und den Debatten um die aktuellen Wahlen. Hier diskutieren wir unter anderem mit Irina Scherbakowa, Vorstand von Zukunft Memorial e.V. und Wolfgang Knöbl, dem Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Den musikalischen Rahmen gestalten Mitglieder der Anhaltinischen Philharmonie mit Werken aus den 1920er Jahren von Kurt Weill.
Die Triennale der Moderne ist ein überregionales Festival, bei dem Berlin, Dessau und Weimar gemeinsam die Ideengeschichte und Baukultur der Moderne in den Blick rücken. Nach dem Auftakt erwartet Sie in Dessau und Weimar an dem Wochenende vom 26. bis 29. September ein vielseitiges Programm. In Berlin reicht es sogar bis Mitte Dezember. Das Angebot umfasst etwa Touren und Besichtigungen, Ausstellungen und Installationen, Vorträge und Symposien, Filme und Konzerte, digitale Formate, Workshops und Diskussionen.

Datum: Donnerstag, 25. September 2025, 18.00 Uhr
Ort: Vertretung des Landes Sachsen-Anhalt beim Bund, Luisenstraße 18, 10117 Berlin

Eine Anmeldung ist bis zum 22. September erforderlich: veranstaltungen@lv.stk.sachsen-anhalt.de.

Weitere Informationen zum Programm der Auftaktveranstaltung

6. Einladung: THFxSpezial – Geschichte der Leuchtbuchstaben, 07.10.2025

Typografie trifft Handwerk: Nach einer aufwändigen Restaurierung kehren die ikonischen Leuchtbuchstaben „BERLIN-TEMPELHOF“ (errichtet 1973) nun zum Flughafen Tempelhof zurück. Bevor die Leuchtschrift wieder auf dem Flughafendach installiert wird, besteht die Möglichkeit, sie für die Dauer einer Woche auf dem Vorfeld aus nächster Nähe zu besichtigen. Die Präsentation wird durch eine begleitende Ausstellung und Sonderführungen ergänzt.

Den Auftakt bildet die Abendveranstaltung THFxSpezial am 7. Oktober um 19 Uhr. Restauratorin Sarah Gschlecht und Typograf Erik Spiekermann erläutern Besonderheiten und Hintergründe der Leuchtschrift. Die Einführung und Moderation übernimmt Heinz Jirout, Denkmalkoordinator der Tempelhof Projekt GmbH. Die Veranstaltung der Tempelhof Projekt GmbH findet in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin statt.

Weitere Informationen und Anmeldung

7. Einladung zur Ausstellung: BESTEHENDES BEWAHREN. NEUES SCHAFFEN. Umbaukultur in Berlin, 17.10.2025 – 27.02.2026

Bild: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Berlin braucht eine neue Baukultur – eine Umbaukultur. Das heißt: ein reflektiertes Vorgehen, um den baulichen Bestand zu erhalten und kreativ weiterzuentwickeln. Umbaukultur vertraut dabei auf das Potenzial bestehender Gebäude. Anstelle von Abriss und Neubau eröffnet sie Wege zu einer nachhaltigen Stadtentwicklung mit hoher gestalterischer Qualität. In der Ausstellung „BESTEHENDES BEWAHREN. NEUES SCHAFFEN. Umbaukultur in Berlin“ der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen wird die Frage gestellt, was auf diesem Gebiet in Berlin schon alles erreicht wurde und welche Potenziale noch zu heben sind.

Am 16. Oktober 2025 lädt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen zur Ausstellungseröffnung in ihr Dienstgebäude ein. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Datum: Donnerstag, 16. Oktober 2025, 18.00 Uhr
Ort: Ausstellungsraum der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, Württembergische Straße 6, 10707 Berlin

Zur Anmeldung für die Ausstellungseröffnung

8. Neue Kulturbahnhöfe zur „OST WEST OST - Berliner Nachkriegsmoderne“ im Entstehen

Schulklasse vor dem U Eingang Schillingstraße, Foto: Kurt Schwarz, 1969. Industriesalon Schöneweide.

Ab dem 22. Oktober 2025 wird in den U-Bahnhöfe Schillingstraße und Weberwiese auf der Linie U5 die Ausstellung „OST WEST OST – Berliner Nachkriegsmoderne“ gezeigt. Sie lädt ein, mehr über die Planung, den Bau und den Alltag der Karl-Marx-Allee zu erfahren. In der Ausstellung wird u.a. aus dem Leben von Planerinnen und Planern, von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, von Bewohnerinnen und Bewohnern und von dem heutigen bürgerschaftlichen Engagement entlang der Karl-Marx-Allee erzählt.

Hermann Henselmann, Chefarchitekt des DDR-Städtebaus, u. a. verantwortlich für die Karl-Marx-Allee und Hans Scharoun, Architekt und Denker einer „organischen Moderne“ werden genauso portraitiert wie eine ehemalige Bewohnerin des Hauses des Kindes oder eine ehemalige Verkäuferin in den Pavillonbauten. Seit einigen Jahren setzen sich auf sehr kreative und öffentlichkeitswirksame Weise lokale Vereine für die Geschichte des Städtebaus, der Architektur sowie für das Leben in der Karl-Marx-Allee damals und heute ein. Auch sie werden Teil der Ausstellung. Diese Porträts und Erzählungen sind über die QR-Codes auf den Bahnhöfen abrufbar.
Damit gehen zwei weitere Berliner Kulturbahnhöfe in Betrieb. Initiiert vom Landesdenkmalamt Berlin und mit Mitteln des ehemaligen DDR-Parteivermögens (PMO) gefördert.

Am 21. Oktober um 15.00 Uhr lädt das Landesdenkmalamt zur Eröffnungsveranstaltung im Eingang U-Bahnhof Schillingstraße (Ecke Karl-Marx-Allee / Schillingstraße) ein.

Weitere Informationen

9. Termine 2025

  • 25. September: Beginn Triennale der Moderne
  • 25./26. September: GartenForum Glienicke: „Weiterbildung – Gartendenkmalpflege: Sträucher in historischen Gärten“
  • 07. Oktober: THFxSpezial – Geschichte der Leuchtbuchstaben
    Eine Veranstaltung der Tempelhof Projekt GmbH in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin
  • 08. Oktober: GartenForum Glienicke: „Am anderen Ort. Translozierte Bauwerke und Bauteile in Gärten Berlins und Brandenburgs“
  • 15. Oktober: Quo vadis Mäusebunker?
    Eine Veranstaltung des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf, Abteilung Kultur in Kooperation mit dem Landesdenkmalamt Berlin
  • 16. Oktober: Eröffnung „BESTEHENDES BEWAHREN. NEUES SCHAFFEN. Umbaukultur in Berlin“
    Eine Ausstellung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
  • 18./19. Oktober: Symposium „100 Jahre Hufeisensiedlung“
    Eine Veranstaltung gefördert durch das Landesdenkmalamt Berlin
  • 21. Oktober, 15.00 Uhr: Eröffnung Ausstellung „OST WEST OST – Berliner Nachkriegsmoderne“
  • 04. November, 19.30 Uhr: Jung, aber Denkmal
  • 06. November: GartenForum Glienicke: „Friedhöfe: Details unter der Lupe“
  • 25. November, 18.00 Uhr: Verleihung des Berliner Denkmalpreises 2025
  • 26. November: Tag der Berliner Archäologie
  • 04. Dezember: GartenForum Glienicke: „Die Klostergärten von Neuzelle“