100 Jahre Hufeisensiedlung: Programm 2026

Postkarte 100 Jahre Hufeisensiedlung

Die Berliner Hufeisensiedlung in Neukölln-Britz ist die größte und wohl auch bekannteste Anlage des UNESCO-Welterbes “Siedlungen der Berliner Moderne” und feiert ihr 100-jähriges Bestehen. 2025 wurde bereits die Grundsteinlegung gefeiert und im Jahr 2026 wird der Bezug der ersten fertigen Wohneinheiten gewürdigt.
Aus diesem Anlass werden u.a. in Kooperation mit dem Berliner Werkbund und der Volkshochschule (VHS) Neukölln am 6. und 12. März 2026 zwei Ausstellungen eröffnet sowie weitere kostenfreie Vorträge und Führungen angeboten.

Ausstellung und Vortrag „Siedlungen der Berliner Moderne“

Zeit: 06. bis Ende April 2026
Ort: Kurt-Löwenstein-Haus, Karlgartenstraße 6, 10259 Berlin
Veranstalter: Volkshochschule (VHS) Neukölln / Ben Buschfeld

Die Ausstellung ist Auftakt zu einer Veranstaltungsreihe der Volkshochschule (VHS) Neukölln zur Britzer Siedlung und besteht aus zehn zweisprachigen Ausstellungstafeln – jeweils eine Tafel für jede der sechs Siedlungen sowie eine für den Erweiterungsvorschlag Waldsiedlung Zehlendorf. Die weiteren Tafeln informieren über den Welterbe-Gedanken, die Werkbund-Bewegung und die Biografien der Planer.

Bei der Ausstellungseröffnung (Vernissage) am Freitag, den 06. März um 17 Uhr wird Autor und Gestalter der Ausstellung Ben Buschfeld die Besonderheiten und universellen Werte der Siedlungen erläutern sowie den Bogen schlagen zur vom Historiker Henning Holsten für die VHS Neukölln geplanten Veranstaltungsserie mit Vorträgen und Führungen zum Thema „100 Jahre Hufeisensiedlung“.

Ausstellung und Vernissage sind kostenfrei.
Für die Teilnahme an der Vernissage wird um Anmeldung bei der VHS Neukölln gebeten: Weitere Informationen und Anmeldung

Weitere Veranstaltungen der VHS Neukölln zum Thema „100 Jahre Hufeisensiedlung“

Weitere Informationen zur Ausstellung auf www.kulturerbenetz.berlin

Ausstellung und Vortrag „Die Mietermagazine von EINFA und GEHAG 1930 bis 1939 – Von Gestaltungsvorschlägen zur NS-Propaganda“

Zeit: Ausstellungseröffnung / Vernissage am 12. März 2026
Ort: Deutscher Werkbund Berlin, Goethestraße 13, 10623 Berlin-Charlottenburg
Veranstalter: Deutscher Werkbund Berlin e.V.
Öffnungszeiten: nach Vereinbarung; Bitte schreiben Sie eine E-Mail an kontakt@werkbund-berlin.de.

Die Ausstellung widmet sich den von 1930 bis 1939 monatlich herausgegebenen Nachrichtenblättern der „Berliner Gesellschaft zur Förderung des Einfamilienhauses“ (EINFA). Diese war eine Tochtergesellschaft der 1924 gegründeten GEHAG, die zwischen 1930 und 1938 für die Vermarktung und Vermietung von deren Berliner Siedlungen zuständig war, u.a. von der Hufeisensiedlung und Onkel Toms Hütte. Die Ausstellung beruht weitestgehend auf Archivrecherchen der Landschaftsarchitektin Katrin Lesser.

Weitere Informationen zur Ausstellung auf www.kulturerbenetz.berlin

Ausstellung und Vernissage sind kostenfrei. Für die Teilnahme an der Vernissage sowie für den Besuch der Ausstellung wird um Anmeldung gebeten. Bitte schreiben Sie eine E-Mail an kontakt@werkbund-berlin.de.

Vortrag „Altes und Neues Wohnen“

Zeit: 28. März 2026, 15 bis 17 Uhr
Ort: Schloss Britz, Alt-Britz 73, 12359 Berlin-Neukölln
Veranstalter: VHS Neukölln, Weitere Informationen und Anmeldung
Die Veranstaltung findet statt im Rahmen der Veranstaltungsreihe “100 Jahre Hufeisen”. Die Teilnahme am Vortrag ist kostenfrei.

Thema des Vortrags

An der Schwelle des Übergangs zur Moderne stellte sich auch die Frage des zeitgemäßen Wohnens neu. So entstanden vor hundert Jahren nicht nur neue Siedlungen, sondern auch andere Leitbilder der Möblierung und Innenraumgestaltung. Bruno Taut, der Chefarchitekt der Gehag, gehörte zu den maßgeblichen Propagandisten des “Neuen Wohnens”, so dass sich in den 1920ern die Redewendung, seine “Wohnung zu tauten”, etablierte.

In einer Kombination aus Bildvortrag, Lesung, Kuratorenführung und Podiumsgespräch führen uns die Experten Christian Mayrock und Ben Buschfeld durch die Ausstellungsräume zur Wohnkultur der Gründerzeit im Schloss Britz und zeigen anhand einzelner Möbel und Einrichtungstrends, wie sich der Paradigmenwandel der Inneneinrichtung vollzog.

Kontakt

Landesdenkmalamt Berlin
Altes Stadthaus

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