Rückschau

Ausstellungen 2018

Helena Hernández – Crossing the Line

Der schmale Grat, der die Realität vom Traum und das Tatsächliche vom Unmöglichen unterscheidet, ähnelt einer Grenze. Diese kann mit Wagnis aber auch mit Freude überschritten werden. Die Künstlerin Helena Hernández lässt sich in ihren Zeichnungen humorvoll auf dieses Spiel mit dem Offensichtlichen und dem Hintergründigen ein. Das Repertoire reicht von präzisen, naturalistisch anmutenden Tier- und Insektendarstellungen und deren Lebenswelten bis zu kuriosen Mischwesen, die in groteske Szenerien eingebettet sind. Zeichnungen auf langen Papierbahnen, verschmelzen mit surrealen plastischen Objekten und dringen in den Galerieraum ein. Ein verbindendes Element sind die schwarzen Konturlinien, die die Wesenszüge der Protagonist*innen umreißen und das Innen und Außen voneinander scheiden.

24. März – 27. Mai 2018

Neuköllner Kunstpreis 2018

Die Qualität und Quantität der künstlerischen Produktion in Neukölln ist im internationalen Vergleich sehr hoch. Diesem Reichtum und der künstlerischen Professionalität trägt der vom Fachbereich Kultur etablierte Neuköllner Kunstpreis Rechnung. Durch die Ausschreibung, die vom Kulturnetzwerk Neukölln organisiert wurde, waren alle Künstler*innen mit einem Atelierstandort in Neukölln aufgerufen, sich auf den Neuköllner Kunstpreis 2018 zu bewerben. Zehn von ihnen wurden von einer siebenköpfigen Fachjury für den mit 5.000 Euro dotierten Kunstpreis nominiert. Ihre Arbeiten werden mit einer von Cathérine Kuebel kuratierten Gruppenausstellung in der Galerie im Saalbau gewürdigt. Am Tag vor der Preisverleihung tagt die Jury erneut in der Ausstellung, um die drei Preisträger*innen zu ermitteln.

Der Neuköllner Kunstpreis ist eine Kooperation des Fachbereichs Kultur mit dem Kulturnetzwerk Neukölln. Ideell und finanziell wird dieses Veranstaltungsformat unterstützt durch die Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND und das BIWAQ-Projekt Unternehmen Neukölln.

Ausstellungen 2017

TRANSLATIONS

Anna Faroqhi & Haim Peretz
in Zusammenarbeit mit Mohammad Stas

Die Ausstellung stellt gegenwärtige Geschichten von Flucht und Vertreibung in
den Mittelpunkt. Erinnerungen geflüchteter Menschen an einzelne Stationen ihres Weges werden mittels Video, Fotografie, Musik, Text und Zeichnung in andere Erzählweisen übertragen, die den emotionalen Eindrücken und Sehnsüchten sowie traumatischen Erlebnissen eine neue ästhetische Form verleihen. An diesem künstlerischen Übersetzungsprozess nehmen unterschiedliche Akteur*innen teil, die den Fluchtprozess nachempfinden, indem sie Szenen zeichnerisch und filmisch umsetzen, als Sprecher in die Rolle der geflüchteten Protagonisten schlüpfen oder die Fluchtgeschichte in Liedform aufführen. Durch diesen künstlerischen Transfer werden neue Perspektiven und Details erkennbar, die unerwartete Facetten von Fluchterfahrungen offenlegen.

18. November 2017 – 14. Januar 2018

QUADRATURE – Ebenen der Expansion

Jan Bernstein, Juliane Götz, Sebastian Neitsch

Wie kann man die Welt jenseits des menschlichen Vorstellungshorizontes beschreiben? Wie Größen, Zusammenhänge und Zeitspannen begreifen, die über unsere alltägliche festgesetzte Erfahrung hinausgehen? Das Künstler*innenkollektiv Quadrature experimentiert mit der Widersprüchlichkeit und Mehrdeutigkeit des Raumbezugs unserer Zivilisation sowie ihrer Ausbreitung im uns (un)bekannten Universum. Ihre künstlerischen Apparate und Artefakte enthüllen eine poetische Kartographie zwischen naturwissenschaftlich-mathematischer Analyse und menschlich-philosophischer Verortung. Dabei loten sie konsequent in der Uneinigkeit von Wissen und Begreifen die Grenzen des Machbaren und des Verstandes aus.

2. September – 12. November 2017

Alice Baillaud – En passant

Die Arbeiten der in Frankreich geborenen Künstlerin Alice Baillaud (*1975) bewegen sich zwischen Traum und Realität und handeln von Themen wie Natur, Unterbewusstsein, Vergangenheit, Sehnsucht und Einsamkeit. Gezeigt werden vor allem Glaskästen, mit mehreren, hintereinander gestaffelten Ebenen. Diese traumähnlichen Schattenbilder zeigen romantische Landschaften und rätselhafte Interieurs. Mit Hilfe von Licht und Schatten gehen ausdrucksvolle Stimmungen von den magischen Miniaturwelten aus. Wie bei „Alice hinter den Spiegeln“ von Lewis Carroll möchten die Betrachtenden auch hier erforschen, welche Welt sich dahinter verbirgt. Es ist eine Reise zu sich selbst, eine Suche nach Sinn und Verbundenheit mit der Welt.

15. Juni – 27. August 2017

Ingo Gerken / Florian Neufeldt – Das Maß der Dinge

Der in Neukölln lebende Künstler Ingo Gerken (*1971) greift mit seinen minimalistischen und humorvollen Arbeiten in vorgegebene Ordnungsmuster ein. In seinen Rauminstallationen formt Gerken alltägliche Gebrauchsgegenstände um und weist ihnen neue Funktionen zu. Durch Reduktion und Ergänzung wird sowohl das künstlerische Potential als auch die Nutzungsqualität der Objekte neu arrangiert und ausgelotet.
Für die Ausstellung in der Galerie im Saalbau hat er den Künstler Florian Neufeldt (*1976) eingeladen, gemeinsam ein Projekt zu entwickeln, das auf die Räume Bezug nimmt.

1. April – 11. Juni 2017

Neuköllner Kunstpreis 2017

Der Fachbereich Kultur vergibt in Zusammenarbeit mit dem Kulturnetzwerk Neukölln und der Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND 2017 zum ersten Mal einen Kunstpreis für Akteure der bildenden Kunst mit eigenem Atelierstandort in Berlin-Neukölln. Die Ausstellung in der Galerie im Saalbau wird vom Kulturnetzwerk Neukölln organisiert und stellt zehn für den Kunstpreis Neukölln nominierten Künstler*innen mit ihren Arbeiten vor. Bei der Eröffnung am 13. Januar 2017 werden die Preisträger*innen bekannt gegeben. Zeitgleich veranstaltet das Kulturnetzwerk Neukölln am 14. und 15. Januar 2017 ein Wochenende der offenen Ateliers und Projekträume.
Kuratiert von Cathérine Kuebel

Nominierte Künstler*innen: Diana Artus, Anne Brannys, Janine Eggert/Philipp Ricklefs, Carsten Kaufhold, Katharina Moessinger, Pierre-Etienne Morelle, ON/OFF, Katrin Wegemann, Karen Winzer, Franca Wohlt
Preisträger*innen: Diana Artus, Katharina Moessinger, Franca Wohlt
Sonderpreis von STADT UND LAND: Carsten Kaufhold

14. Januar – 26. März 2017

Ausstellungen 2016

Flucht aus dem Kino „Freiheit“

Paweł Althamer, Filip Berendt, Karolina Breguła, Olaf Brzeski, Justyna Górowska, Zuzanna Janin, C.T. Jasper & Joanna Malinowska, Konrad Smoleński, Roman Stańczak

Flucht aus dem Kino „Freiheit“ bezieht sich auf den gleichnamigen polnischen Film aus dem Jahr 1990, der sich auf spielerische und humorvolle Weise mit der Willkür des politischen Systems und der rigiden staatlichen Zensur in der Volksrepublik Polen auseinandersetzt und die Sehnsucht nach künstlerischer Freiheit thematisiert. Die Ausstellung stellt Skulpturen, Objekte und (Video)Installationen polnischer Künstler*innen vor, die einen kritischen Blick auf das letzte Vierteljahrhundert der „Freiheit“ im eigenen Land werfen. Die Ausstellung zeigt Werke, die sich mit gesellschaftlichen Problemen, Politik und Geschichte sowie mit dem Wechselspiel von Kunst und Wirklichkeit beschäftigen.
Kuratiert von Agnieszka Rayzacher

19. November 2016 – 8. Januar 2017

Jürgen Bürgin – MENSCH UND METROPOLE

Fotografien 2009–2015

Jürgen Bürgins Fotografien sind Momentaufnahmen von Menschen in Großstädten wie Berlin, New York, Tokio, Shanghai und Barcelona. Die von 2009 bis 2015 entstandene Fotoserie zeigt vielschichtige Porträts dieser Städte und der dort lebenden Menschen. Jürgen Bürgin möchte in alltäglichen Begebenheiten Emotionen sichtbar machen. Es sind kurze, vermeintlich beliebige Augenblicke aus dem Leben der Großstädter und der Stadt selbst. Der Neuköllner Fotograf zieht als Suchender durch die Straßen, meidet das Touristische. Sein Interesse wecken Kampfsportszenerien, spontane Open-Air-Partys, Bühnenleben oder Alltagssituationen hinter den schillernden Fassaden der Großstädte. Jürgen Bürgin ergründet mit seinen Fotografien das Abseitige, die Getriebenheit, das Eilige aber auch stille Verharren in den Metropolen der Welt.

24. September – 13. November 2016

Christian Hasucha – UNTERWEGS ZUHAUSE

Christian Hasucha will irritieren. Mit seinen Eingriffen im urbanen sowie ländlichen Raum überrascht er die Passanten. Schon seit Beginn der 1980er-Jahre arbeitet er an dieser outdoor-Projektreihe, die er ÖFFENTLICHE INTERVENTIONEN nennt. Von den humorvoll konzipierten und präzise realisierten Aktionen sind Videos entstanden, die großenteils in der Ausstellung zu sehen sind. Für die Galerie im Saalbau entwickelt Hasucha außerdem vor Ort eine große Rauminstallation mit Fotoprojektion, die sich mit den ambivalenten Emotionen beschäftigt, welche die Idee „Eigenheim“ hervorrufen kann.

30. Juli – 18. September 2016

Birgit Auf der Lauer & Caspar Pauli – Bizim Deniz

Gesellschaftliche Umbrüche sind Gegenstand der installativen Arbeiten des Künstlerduos Birgit Auf der Lauer und Caspar Pauli. In ihrer Ausstellung Bizim Deniz (türkisch: unser Meer) steht die menschliche Figur im Mittelpunkt, die mal als Schatten über Leinwände huscht, Leerstellen in Landschaften bildet oder ornamental-grafische Züge annimmt. Alle Figuren sind Teil von Erzählungen, die momentan viele Menschen bewegen: Erzählungen von Grenzüberschreitung und Verschwinden. Die Ausstellung zeigt zwei Schattentheater, die sich auf unterschiedlichen zeitlichen Ebenen dem Thema Fluchthilfe nähern. Walter Benjamins Schleusung über die Pyrenäen und die Arbeit von türkischen sowie West-Berliner Schleusern sind zentrale Geschichten der beiden Installationen.

30. April – 03. Juli 2016

Lena Ader – Wärst du ein Pferd…

Lena Ader transformiert Gefühle, Empfindungen und Sehnsüchte in Malerei. Sie schafft intime Bilder, die von der Beziehung einer Person zu sich selbst und zu anderen sprechen. Die Arbeiten bewegen sich thematisch zwischen Trost und Verlust, Zuwendung und Abwendung, Zärtlichkeit und Verletzlichkeit. Die Motive sind realistisch gemalt, wirken aber surreal: Schneckenhäuser, die an Fußsohlen kleben; Hände, die schlangenartig nach einem Kopf greifen; zwei kaum bekleidete Menschen, die einander tragen. Neben der Malerei werden in der Galerie im Saalbau auch Objekte und Installationen zu sehen sein: das feine Geäst einer Lunge, oder eine Textskulptur mit dem Satz: „Wärst du ein Pferd würde ich mich an deine Flanke lehnen…“.

13. Februar – 24. April 2016

Ausstellungen 2015

Redrawing Stories from the Past

Graphic Novel-Zeichner*innen bringen vergessene Geschichten von Opfern des Nationalsozialismus ans Licht

Max Baitinger (Deutschland), Paula Bulling (Deutschland), Zosia Dzierzawska (Polen), Vuk Palibrk (Serbien), Martin Zutis (Lettland) und den Experten für Geschichte und Comics, Ole Frahm und Sascha Hommer

Das Projekt begleitet europäische Nachwuchskünstler*innen und Jugendliche dabei, sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus und seinen vergessenen Opfern zu beschäftigen. Es soll die Auseinandersetzung mit der europäischen Erinnerungskultur und den widersprüchlichen Narrativen in West- und Osteuropa gefördert werden. Junge Nachwuchskünstler*innen begeben sich gemeinsam mit Jugendlichen auf Spurensuche nach diesen noch nicht erzählten europäischen Geschichten, die sie mit den Mitteln der Graphic Novel umsetzen und somit neu und zeitgenössisch darstellen. Durch das Projekt sollen Jungendliche über das für sie attraktive Medium der Graphic Novel an das Thema herangeführt, eine bereits über 70 Jahre zurückliegende Geschichte noch heute greif- und fühlbar gemacht und somit auch ein Verständnis für gegenwärtige europäische Entwicklungen geschaffen werden.
Projektleitung: Elisabeth Desta und Ludwig Henne

7. November 2015 – 7. Februar 2016

Sabine Ammer, Cathérine Kuebel – BEBEN

Der Begriff „Beben“ beschreibt einen Moment der absoluten Spannung, in dem sowohl Seele als auch Muskeln zittern. Beben ist ambivalent, denn es kann sowohl Anspannung als auch Entspannung sein – dem einen folgt die Explosion, dem anderen der Frieden. Aber nie ist es ruhig, nie steht es still; es ist ein paradoxer Zustand, denn er impliziert Gleichzeitigkeit und Wechsel – Antizipation, Event und Nachhall.
Für die Ausstellung entwickeln Cathérine Kuebel und Sabine Ammer vier Ideenräume, die verschiedene Aspekte des Bebens beleuchten. Dabei ergänzen sich Sabine Ammers malerisch-abstrahierende Herangehensweise und Cathérine Kuebels narrativ-poetische Konzeption. Malerei reagiert auf Skulptur, Skulptur auf Text, Text auf Installationen und diese wiederum auf Malerei und umgekehrt.

12. September – 1. November 2015

Picturing Me

Ein Projekt von Sarah Sandring mit Kindern des indischen Dorfes Chotian

Picturing Me ist ein kollaboratives Fotografie-Kunstprojekt, das im Jahr 2012 von der Berliner Regisseurin, Künstlerin und Fotografin Sarah Sandring in Kooperation mit der indischen Künstlerin Navneet Kaur Jeji initiiert wurde. Picturing Me wurde in dem kleinen Dorf Chotian in Punjab durchgeführt, wo sich – wie in vielen Dörfern der Region – in den vergangenen Jahren unzählige Bauern das Leben nahmen. Seit der ‚Grünen Revolution’ in den 1960er Jahren treiben westliche Konzerne und die indische Regierung die industrielle Landwirtschaft in Indien voran. Viele Kleinbauern stellt das vor den finanziellen Ruin, weil sie nun patentiertes Saatgut kaufen und die Pflanzen mit teuren Pestiziden behandeln müssen. Viele Bauern überschulden sich dadurch. Mit der Ausweglosigkeit folgt immer häufiger der Freitod der Bauern. Er stürzt die hinterbliebenen Frauen und Kinder in eine prekäre Situation. Diese ist nicht nur menschlich, sondern auch ökologisch ein Desaster. Das Ziel des Projekts war es jedoch nicht, sich auf die Probleme zu konzentrieren. Im Gegenteil, die Projektbeteiligten wollten die einzigartige Möglichkeit nutzen, alle Facetten des Lebens in einem Dorf wie Chotian abzubilden, um eine emotionale Kontaktaufnahme auf einer ganz allgemein menschlichen Ebene zu schaffen. Über einen Zeitraum von acht Wochen wurde mit einer Gruppe von 15 Kindern und Jugendlichen zu ihrer eigenen Erlebniswelt gearbeitet: ihrer eigenen Geschichte, ihren Familien, dem Dorf und ihrer Zukunft. Die Arbeitsweise verband Sofortbild-Fotografie mit dem Schreiben persönlicher Texte. Picturing Me versteht Kunst als Impulsgeber. Die Ausstellung in der Galerie im Saalbau verbindet die Präsentation der Projektergebnisse mit installativen Elementen, die die Lebenswelt des indischen Dorfes visualisieren.

27. Juni bis 6. September 2015

Jonas Paul Wilisch – Reklamiertes Glück

Jonas Paul Wilisch beschäftigt sich mit Wertesystemen von Dingen im Kontext der Kunst und der kapitalisierten Warenkultur. Für seine Arbeiten benutzt er gefundene Materialien und Sperrmüll von Neuköllner Straßen, die er zu pseudo-dokumentarischen Szenen neu arrangiert. So zeigen die Fotos der Serie Gefüge – Höffner, Hübner, Boss revisited merkwürdige inszenierte Räume, die man für real halten kann. Ein gerahmter Abzug des Fotos wurde an einen der Fundorte des Mobiliars zurückgebracht. Dort beobachtete und dokumentierte der Künstler die Situation so lange, bis jemand das Foto mitnahm. Neben den Fotografien und den Erzählungen über ihr Verbleiben zeigt Jonas Paul Wilisch in der Ausstellung Objekte aus Fundstücken und eine neue Installation, die sich ebenfalls mit dem Verhältnis von Realität und Fiktion befasst.

9. Mai – 21. Juni 2015

Eike Laeuen – Nacht und Tag

Wie lässt sich die alltägliche Wirklichkeit künstlerisch erfassen? Wenn Eike Laeuen die Welt um sich herum beobachtet, bewegt er sich im Grenzbereich von Malerei, Zeichnung und Fotografie: Tagsüber malt er abstrakte, in zarten Tönen gehaltene Bilder und realistische Porträts von Freunden und Verwandten, deren Gefühlslage er auf subtile Weise erfasst. Unterwegs fotografiert er urbane Brachen am Übergang zwischen Zerfall und dem Anfang von etwas Neuem. Nachts entstehen Tuschezeichnungen und scheinbar beiläufige Handy-Fotos von nächtlichen Stimmungen in Neukölln. All diese unscheinbaren Momente des alltäglichen Lebens fügen sich in der Ausstellung zu einem komplexen Gesamtbild.
Nacht und Tag ist die erste von drei Ausstellungen Neuköllner Künstler*innen, deren Projekte von einer Jury für die Galerie im Saalbau ausgewählt wurden.

14. März 2015 – 3. Mai 2015

Emel Geris – Ergo Sum – Also bin ich!

Der Ausstellungstitel “Ergo Sum – Also bin ich!” nimmt Bezug auf die berühmte Aussage “cogito ergo sum” (ich denke, also bin ich) von René Descartes, der das subjektive Erkennen als Voraussetzung der menschlichen Existenz betrachtet. Emel Geris malt surreale Gedankencollagen, die ihre persönliche Sicht auf das menschliche Dasein wiedergeben. Dafür benutzt sie Motive aus der europäischen sowie der orientalischen Kunstgeschichte und kombiniert diese mit zeitgenössischen Elementen wie einem Punk-Schuh oder Memozettelchen. Viele Bilder sind wie Bühnen aufgebaut, bei denen der Blick von innen nach außen in eine andere, imaginäre Welt wandert. Die Themen kreisen um die Gegensätze von Wahrheit und Lüge, Leben und Tod, Heimat und Exil, Angst und Hoffnung.

17. Januar – 8. März 2015