Kunstförderung 48 h Neukölln

48 Stunden Neukölln - 2

48 Stunden Neukölln in Kooperation mit dem Fachbereich Kultur

Das dezentrale Festival 48 Stunden Neukölln zählt seit Jahren zu den herausragenden Kunstereignissen in Berlin und zieht jedes Jahr am letzten Juni-Wochenende zahlreiche Kunst- und Kulturinteressierte aus der ganzen Stadt an.

Der Fachbereich Kultur des Bezirksamts Neukölln hat das Festival viele Jahre durch eigene Förderung künstlerischer Projekte unterstützt. Nach einer haushaltsbedingt teilweisen Unterbrechung der Förderung im letzten Jahr wird die Zusammenarbeit in diesem Jahr nicht nur fortgeführt, sondern um ein neues kuratorisches Format erweitert: Erstmalig präsentiert der Fachbereich Kultur eine eigene Ausstellung im Kesselhaus des KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst.

In Anlehnung an das diesjährige Festivalthema „WTF (What the Fact)? Zwischen Wahrheit und Wahrnehmung“ widmet sich die Ausstellung unter dem Titel Worlds That Flicker den fluiden Grenzen zwischen Realität und Imagination und eröffnet so ein spekulatives Feld künstlerischer Visionen und alternativer Wirklichkeiten.
Inspiriert von den visionären Science-Fiction-Autorinnen Ursula K. Le Guin und Octavia Butler, deren Werke radikale Zukunftsentwürfe jenseits kapitalistischer, rassistischer und patriarchaler Strukturen entwerfen, versammelt die Ausstellung künstlerische Positionen, die an den Rändern des Möglichen operieren. Anstelle linearer Erzählungen entstehen poetische, fragmentierte, nicht-menschliche, myzelartige oder algorithmisch generierte, flackernde Welten.
Die beteiligten Künstler:innen schaffen alternative Realitäten als fluide, vernetzte und verletzliche Strukturen. Zwischen Umweltethik und spekulativer Ökologie entfaltet sich ein Mosaik unterschiedlicher Wirklichkeiten, in denen das vermeintlich Reale als flexibles Konstrukt erscheint – geformt durch Macht, Sprache und Technologie. Die Besucher:innen sind eingeladen, Realität neu zu denken und durch spekulative Narrative infrage zu stellen.

Teilnehmende Künstlerinnen:
Sarah Ama Duah, Elisa Duca, Anna Ehrenstein, Christa Joo Hyun D’Angelo, Petja Ivanova, Byrke Lou, Luïza Luz, Mary-Audrey Ramirez

Kuratiert von Yolanda Kaddu-Mulindwa und Nina Marlene Kraus

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Künstler:innen und Besucher:innen ein weiteres Kapitel dieses einzigartigen Festivals zu gestalten.

  • Worlds That Flicker
  • In einem dunklen Raum ist in der Mitte ein blau erleuchteter transparenter Zylinder mit einer Schlangenartigen Figur in der Mitte

    Mary-Audrey Ramirez, The Clone, 2024

  • Vor einem blau leuchtenden Zylinder mit einem Schlangenähnlichen Figur darin stehen drei Besucherinnen.
  • Zwei Menschen sitzen auf einem Sitzsack und spielen ein Computerspiel, auf dem Bildschirm ist ein leuchtender Lichtblitz zu sehen

    Mary-Audrey Ramirez, Forced Amnesia, 2024 - fortlaufend

  • Auf einem Sitzssatz sitzen zweiMenschen und spielen ein Computerspiel, dahinter ist ein Sandhügel mit Schwarzlicht beleuchtet, den sich Besucherinnen im Hocken ansehen.

    Ausstellungsansicht Worlds That Flicker

  • Vier Besucherinnen schauen auf einen Sandhügel, der mit Schwarzlicht beleuchtet ist, auf dem sich leuchtende Fische und Tablets befinden.

    Elisa Duca, SOY DREAMS 2023 - fortlaufend

  • An einer Ziegelwand ist ein runder Screen ausgebracht auf den eni Beamer eine Figur projiziert

    Petja Ivanova, Becoming Landscapes, 2024

  • Zwei Besucher stehen vor einem runden Screen, der an einer Ziegelwand befestigt ist

    Petja Ivanova, Becoming Landscapes, 2024

  • Zwei Menschen mit VR Brillen sitzen auf Hockern, dahinter stehen Metallgestelle an denen bunte Fotografien befestigt sind

    Anna Ehrenstein mit Awa Seck, Lydia Likibi, Nyamwathi Gichau, Donkafele & Saliou Ba, Tools for Conviviality, 2019-2021

  • In einem hellen Raum ist ein Pfad aus dunklen Steinen, der zu einem runden Teppich führt. Dahinter hängt ein blaues Gemälde von der Decke.

    Luïza Luz, Flourish & Collapse, 2023-2025

  • Vor einem dunklen, von der Decke hängenden Gemälde steht eine Frau mit roten Haaren und einem gehäckelten Kostürm

    Luïza Luz, Performance Flourish & Collapse, 2025

  • Auf dem Boden in einem Pfad aus grauen Steinen liegt eine Skulptur, die aussieht wie ein schwangere Frau mit vier Händen. Davor stehen zwei Besucherinnen.

    Christa Joo Hyun D'Angelo, Suspend My Sorrow As I Repeat Your Tomorrow, 2024

  • Ein dunkler Korridor zeigt eine blaue Projektion mit Sternenbildern

    Byrke Lou, ixi, 2020

  • In einem hellen Raum steht eine mit silbernen Latex überzogene Vitrine, daran befestigt ist ein Staubsaugerschlauch. Der Staubsauger daneben trägt Haare

    Sarah Ama Duah, Eagles on TV, 2025