Kulturelle Bildung

Graffiti-Collage

Bewerbung für Projekte im Bereich der kulturellen Bildung

Der Fachbereich Kultur von Neukölln fördert zweimal im Jahr im Rahmen des “Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung” Projekte, die für Kinder und Jugendliche neue Zugangsmöglichkeiten zu Kunst und Kultur schaffen und sie darin unterstützen, ihre eigenen künstlerischen Talente zu entfalten. Unterstützt werden Tandemprojekte zwischen Kulturschaffenden und Bildungseinrichtungen.

Wir fördern insbesondere Projekte,
  • die die heutigen Lebensrealitäten von Kinder und Jugendlichen in ihrem Konzept besonders berücksichtigen
  • die neue, innovative Ansätze erproben
  • die Kinder und Jugendliche als aktiv künstlerisch Handelnde und Produzierende verstehen
  • die unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einbeziehen, auf Diversität abzielen und auch benachteiligte und wenig mobile Kinder/Jugendliche berücksichtigen
  • die Menschen mit Migrations- und/oder Fluchterfahrungen einbeziehen
  • die eine kontinuierliche Teilnahme der Kinder/Jugendlichen garantieren

Bitte entnehmen Sie die genauen Kriterien zur Projektförderung sowie alle Informationen zum Bewerbungsverfahren unserem ausführlichem Antragsleitfaden (siehe pdf unten). Die Antragstellung ist ausschließlich online möglich. Wir freuen uns auf Ihre Projektideen!

Antragsfristen

Abgabefristen für 2026:
Für Projekte im ersten Halbjahr: Donnerstag, 05.02.2026
Für Projekte im zweiten Halbjahr: Donnerstag, 28.05.2026

Wichtige Hinweise zur Online-Beantragung

Der Antrag kann ausschließlich online gestellt werden unter Online-Formular zur Bewerbung für eine Projektförderung Kulturelle Bildung

Bitte beachten Sie, dass die Abgabefrist am Abgabetag um 23:59 bzw. 00:00 Uhr endet. Anträge, die ab 00:01 Uhr eingehen, werden aus verfahrensrechtlichen Gründen nicht mehr berücksichtigt. Wir empfehlen, die Anträge nicht kurz vor Ablauf der Abgabefrist einzureichen, um eine Überlastung des Servers zu vermeiden. Nachdem Sie alle Angaben im Antragsformular gemacht haben, wird automatisch über den Button „Zusammenfassung ausdrucken“ eine pdf-Datei Ihrer Angaben erstellt. Bitte drucken Sie diese aus. Wir benötigen auf dem Formular die eigenhändige Unterschrift beider Kooperationspartner*innen, ggf. mit offiziellem Stempel der Einrichtung. Das unterschriebene Formular senden Sie uns bitte postalisch zu. Ihr Antrag ist nur mit den Unterschriften von beiden Kooperationspartner*innen gültig. Verzichten Sie bitte auf das Zusenden aller bereits hochgeladenen Dokumente (Projektbeschreibung, Finanzplan, Lebenslauf). Falls etwas fehlen sollte, melden wir uns bei Ihnen.

Unterstützung durch das ACCESS-Programm

ACCESS ist ein Programm für mehr Barrierefreiheit in der Kulturförderung. Das Programm unterstützt Personen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen, die bei Förderanträgen auf Barrieren stoßen. ACCESS unterstützt auch Taube und neuro­divergente Personen. Beim Antragsprozess anfallende Kosten wie DE-DGS-Verdolmetschungen, Assistenzleistungen oder technische Hilfsmittel können von ACCESS übernommen werden. Weitere Infos hier: https://access.pap-berlin.de/de

Hilfreiche Dokumente für die Antragstellung

  • Antragsleitfaden Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

    PDF-Dokument (583.6 kB)

  • Förderrichtlinien aus dem Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung

    PDF-Dokument (5.6 MB)

  • Vorlage für einen Finanzierungsplan (Word-Dokument)

    DOCX-Dokument (14.0 kB)

Formulare für die Abrechnung der Projekte

  • Verwendungsnachweis A (Erfolgskontrollbogen)

    DOCX-Dokument (57.5 kB)

  • Verwendungsnachweis B (Finanzierungsplan)

    XLS-Dokument (52.0 kB)

Jurybesetzung

Die externe Jury zur Bewertung der eingereichten Bewerbungen tritt zweimal im Jahr zusammen. Sie setzt sich zusammen aus Neuköllner Multiplikator*innen und Kunst- und Kulturschaffenden aus dem Bereich der kulturellen Bildung. Die Jury wird alle zwei Jahre neu zusammengesetzt.

Für 2026 sitzen in der Jury:
Melanie Rothe (Leitung Kinder Künste Zentrum)
Annette Muggelberg (Leitung Jugendclub Feuerwache/ Kinderclub Sternschnuppe)
Sina Ness (Leitung Young Arts Gropiusstadt, Fachbereich Kultur)

Bereits bewilligte Projekte der kulturellen Bildung

Erstes Halbjahr 2026

  • „MEIN TIER UND ICH“, Lara Faroqhi, Jenaplanschule und Konrad-Agahd-Grundschule

    In je einer Projektwoche erkunden Schüler*innen der 1.-3. Klasse der Jenaplanschule und der Konrad-Agahd-Grundschule ihre Gefühlswelt. Jedes Kind wählt hierfür ein Tier, das seine Emotionen widerspiegelt, und setzt es auf vielfältige Weise künstlerisch um: als Zeichnung, Scherenschnitt, Maske, Mudra-Handzeichen, Melodielinie oder Bild-Wort-Kombination. Ergänzt wird das Projekt durch einen Besuch im Berliner Zoo. So lernen die Kinder, Gefühle zu benennen, auszudrücken und zu teilen und entdecken dabei, wie einzigartig sie selbst sind. Das Projekt, initiiert von der Künstlerin Lara Faroqui, stärkt Selbstbewusstsein, Empathie und Kreativität und richtet sich insbesondere an benachteiligte Kinder mit und ohne Migrationshintergrund und/oder Fluchterfahrung.

    Fördersumme: 4.724 €

  • „Fotografische Tagebücher: Klickwinkel und Horizonte“, Patricia Morosan, KungerKiezInitative e. V. Empowerment in der Wilden Rübe

    In diesem Projekt lädt die Künstlerin Patricia Morosan ca. 10 Kinder und Jugendliche aus dem Jugendzentrum Wilde Rübe ein, ihre Perspektiven, Träume und Zukunftsvorstellungen fotografisch festzuhalten. Über 8 bis 10 Wochen fotografieren die Teilnehmenden ihr Alltagsumfeld und reflektieren die entstandenen Bilder in wöchentlichen Treffen, bei denen zusätzlich künstlerische Methoden wie Collage, Zeichnen und Text erprobt werden. Am Ende entsteht ein gemeinsames Fotobuch, das zum Abschluss präsentiert wird und das jede*r Teilnehmende als persönliches Erinnerungsstück mit nach Hause nimmt. Das Projekt richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche der RomniaCommunity. Die Künstlerin bringt als rumänischstämmige Künstlerin eine persönliche kulturelle Nähe zur Gruppe mit und baut auf dem bestehenden Vertrauensverhältnis der KungerKiezInitiative zum Jugendzentrum auf.

    Fördersumme: 4.802 €

  • „Tree of Me“, Die Erzählerei e. V., Ernst-Abbe-Gymnasium

    In einem einwöchigen Intensivworkshop gestalten Jugendliche der Sekundarstufe 1 und 2 lebensgroße Baum-Collagen als künstlerische Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Identität. Entlang der Baum-Metapher erkunden sie ihre Herkunft und Wurzeln, entdecken ihre Stärken und Potenziale und formulieren mittels Collage, Malerei, Fotografie und Textilgestaltung ihre Wünsche und Ziele. Gemeinsam entsteht so ein ,,Wald“ voller individueller Geschichten. Die Ergebnisse werden anschließend in einer selbst kuratierten Ausstellung im Kreativraum ,,Events&Stories“ in der Hobrechtstraße präsentiert. Das Projekt wird von der Erzählerei e.V. in Kooperation mit dem Ernst-Abbe-Gymnasium durchgeführt und im Sommer 2026 umgesetzt.

    Fördersumme: 4.770 €

  • „Film verstehen - ganz einfach“, Anne-Charlotte Viriot, Albert Schweitzer Gymnasium

    In vier Workshops lernen 25 Schüler*innen der Film-AG des Albert- Schweitzer-Gymnasiums zentrale filmische Konzepte wie Bildgestaltung, Figurenentwicklung und Erzählstruktur kennen – und setzen diese selbst kreativ um. Anhand von Filmbeispielen, Arbeitsmaterialien und Requisiten entdecken die Teilnehmenden filmische Ausdrucksweisen, reflektieren sie kritisch und erproben eigene audiovisuelle Inhalte. Das Projekt findet vor den Sommerferien 2026 im Wolf Kino in Neukölln statt, das als kultureller Kooperationspartner und Veranstaltungsort dient. Das Projekt wird von Anne-Charlotte Viriot & Michael Wolf in Kooperation mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium und dem Wolf Kino geleitet.

    Fördersumme: 2.670 €

  • „Freund*innenschaften stiften“, Lotta Lechtenberg, Sonnengrundschule am Dammweg

    In sechs theaterpädagogischen Workshops erkunden 25 Schüler*innen der 4. Klasse der Sonnen-Grundschule gemeinsam, was Freundschaft bedeutet – wie sie aussieht, was sie trägt und was sie gegen Ungerechtigkeit und Ausgrenzung vermag. Mit Elementen aus Objekttheater und Physical Theatre entwickeln die Kinder eigene Szenen, in denen sie ihre Erfahrungen einbringen und Themen wie Nähe, Solidarität und Vertrauen gemeinsam reflektieren. Abgeschlossen wird das Projekt mit einer Aufführung für Familien und Freund*innen. Das Projekt ist in Kooperation mit der Sonnengrundschule am Dammweg und dem Puppentheater- Kollektiv Panne Fatale. Die vor den Sommerferien stattfindenden Workshops werden mit einer Aufführung für Familie und Freund*innen abgeschlossen.

    Fördersumme: 3.365 €

Zweites Halbjahr 2025

  • „Manga Mural“, Kulturnetzwerk Neukölln e.V., Blocklab und Blockpark447

    Im Projekt gestalten Jugendliche aus dem Ringslebenkiez ein großformatiges Wandbild im Außenbereich des Jugendclubs Blockpark447 in Buckow. In einem kreativen Prozess setzen sie sich mit ihrem Alltag, ihrer Familie und ihrem Umfeld auseinander. Mithilfe einer spielerischen Porträttechnik werden Hemmungen abgebaut und Ausdrucksmöglichkeiten gefördert. Die Porträts werden fotografiert, digital bearbeitet und zu einem gemeinsamen Entwurf zusammengesetzt, der dann auf die Wand übertragen und bemalt wird. Das Projekt stärkt kreative Fähigkeiten, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaftsgefühl und hinterlässt ein dauerhaft sichtbares Kunstwerk im Kiez. Es wurde auf Initiative der Jugendlichen entwickelt und knüpft an frühere Workshops im Blockpark an. Unterstützt wird es vom Kulturnetzwerk Neukölln in Kooperation mit der Schillerwerkstatt e. V. und lokalen Partnern.

    Fördersumme: 4.200 €

  • „Remix-Tanz-Projekt“, Nuria Hoeyng, Rixdorfer Grundschule

    Das Remix-Tanz-Projekt findet über vier Monate an der Rixdorfer Grundschule statt und richtet sich an Kinder der 1.–6. Klasse, viele davon mit Migrationshintergrund und aus sozial benachteiligten Familien. Geleitet von den Tänzerinnen Nuria Hoeyng und Luisa Burow, nutzt das Projekt das Remix-Prinzip: Bestehende Bewegungen und Musikstile werden mit den eigenen Ideen der Kinder kombiniert. Dabei lernen sie Elemente aus Hip-Hop, Afro, Latin und zeitgenössischem Tanz kennen und bringen eigene Schritte und Musik mit ein. Gemeinsam entsteht eine neue Choreografie, die Vielfalt und kulturellen Austausch sichtbar macht. Ziel ist es, Ausdrucksmöglichkeiten, Körperbewusstsein und Gemeinschaftsgefühl zu fördern. In dem Projekt ist die Rixdorfer Schule Tandempartner.

    Fördersumme: 4.585,5 €

  • „FIlm verstehen“, Anne-Charlotte Viriot und Michael Wolf, Campus Rütli

    Im Projekt erwerben 25 Schüler*innen der achten Klasse der Gemeinschaftsschule Campus Rütli in vier Workshops grundlegende Kenntnisse filmischer Gestaltung. Ziel ist es, Medienkompetenz, kritisches Denken und kreative Eigeninitiative zu stärken. Die Teilnehmenden lernen filmische Mittel kennen, analysieren Beispiele und setzen eigene Ideen mit Kamera, Requisiten und Ton praktisch um. Geleitet wird das Projekt von der Kunstpädagogin und Filmschaffenden Anne-Charlotte Viriot in Zusammenarbeit mit dem Filmemacher und Medienpädagogen Michael Wolf. Ort der Workshops ist das Wolf Kino in Berlin-Neukölln, das als kultureller Partner zur Verfügung steht. Das Projekt verbindet Theorie und Praxis und ermöglicht Jugendlichen, sich vom reinen Medienkonsum zu aktiver Mitgestaltung zu entwickeln. Es fördert demokratische Bildung, Teilhabe, Teamarbeit sowie Einblicke in die Filmbranche.

    Fördersumme: 2.650 €

  • „Interaktiver Zine-Workshop - Ein kreativer Abschied von der Kita“, Mahya Ketabchi, Hoppípolla e.V. Kita

    Im Juli 2025 leiten die Künstler*innen Mahya Ketabchi und Andishe Pishva einen viertägigen kreativen Multimedia-Workshop für Vorschulkinder mit Migrationsgeschichte aus der Kita Hoppípolla e. V. Die Kinder bringen persönliche Gegenstände mit, um gemeinsam Zines zu gestalten, die Gefühle, Erinnerungen und Geschichten festhalten. Die Methode ist inklusiv, nonverbal und visuell, angepasst an diverse sprachliche und entwicklungsbezogene Bedürfnisse. Rituale, kreative Tools und eine visuelle „Emotion Map“ fördern Beteiligung und emotionale Verbindung. Ziel ist es, den Übergang von der Kita zur Schule partizipativ zu begleiten, Selbstwirksamkeit und Gemeinschaft zu stärken. Am Ende entstehen individuelle Zines als Erinnerungsstücke und eine Mini-Ausstellung.

    Fördersumme: 2.677 €

  • „Gefühlsexplosionen - Design Workshop für Queers und Friends“, Anis Looalian, Kinderwelt am Feld

    Im August findet im Jugendzentrum Kinderwelt am Feld ein interdisziplinärer Design-Workshop für queere, trans* und migrantische Jugendliche (8-15 Jahre) statt. Unter Anleitung zweier Künstlerinnen aus Kunst und Design entwickeln die Teilnehmenden Schritte – von Recherche bis Performance – setzen sie sich mit Emotionen auseinander und transformieren diese künstlerisch. Gefüllt mit persönlichen Objekten, werden die Piñatas in einem rituellen Akt zerschlagen – ein Symbol für kollektive Katharsis, Austausch und Heilung. Der Workshop nutzt somatische Übungen und schafft einen geschützen Raum für queere Freude, politische Reflexion und emotionales Wachstum. Ziel ist es, mentale Gesundheit zu stärken, kreativen Ausdruck zu fördern und eine respektvolle, diverse Gemeinschaft zu gestalten. Kooperation u.a. mit queeren Netzwerken wie qube und Queer Base.

    Fördersumme: 2.977 €

  • „Ein Hut auf Reisen“, Tanz Theater Dialoge e.V., Schliemann-Grundschule

    Das Projekt „Ein Hut auf Reise“ wird von Tanz Teather Dialoge e. V. gemeinsam mit zwei 4. Klassen der Schliemann-Grundschule in Rudow durchgeführt. Es entsteht eine szenische Collage zu Themen wie Heimat, Fremde, Mut und Gleichberechtigung – inspiriert von dem Roman Gullivers Reisen. In Kleingruppen entwickeln die Kinder theatrale Szenen zu Meer, Fremdsein, Ankommen und Gemeinschaft. Sie gestalten Requisiten und Bühnenbilder aus Alltagsmaterialien und erarbeiten szenisches Material mit Theater-, Tanz- und Musik-Elementen. Das Projekt fördert Empathie, krative Ausdrucksvermögen und soziale Kompetenzen. Die sehr heterogene Schüler*innenschaft – mit und ohne Migrationsgeschichte – bringt ihre Lebensrealitäten aktiv in den künstlerischen Prozess ein. Höhepunkt ist eine doppelte Aufführung zum Abschluss des Projektes.

    Fördersumme: 5.000 €