Bildhauer-Atelier im Freien

Die Bildhauerin Mariel Poppe steht hinter einem offenen Transporter in dem alte Ziegelsteine gelagert sind.
Bild: Manfred Bokowski

Vom 1. Juli bis 26. Juli wird Mariel Poppe im Körnerpark arbeiten.

Mariel Poppe wurde 1968 in Gießen geboren. Sie studierte Malerei in Mainz und an der Ecole des Beaux Arts de Dijon in Frankreich. Seit 1992 lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie an der Universität der Künste Bildhauerei mit den Schwerpunkten Objekt und Installation studierte und das Studium 1998 mit dem Meisterschüler abschloss. An der Royal Academy of Arts in London absolvierte sie 1996 ein Auslands-Semester und widmete sich in dieser Zeit intensiv dem Medium der Fotografie. Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen räumliche Strukturen und Ordnungen. Durch serielle und repetitive Anordnungen von Einzelmodulen entstehen Muster und Ornamente. So wächst beispielsweise durch Schichtung und Staffelung von Miniatur-Mauersteinen ein räumliches Ornament einem Kristall nicht unähnlich, ein Mauerfragment.
Auf der Terrasse im Körnerpark wird Mariel Poppe eine Skulptur mit alten Backsteinen mauern. Während der Ausführung werden sich Abweichungen vom vorgedachten Modell ergeben. Denn das Bauen ist nicht lediglich Umsetzung, sondern bleibt ein künstlerischer Prozess.