Bildhauer*in für Atelier im Freien gesucht

Bearbeiteter Stein mit Klüpfel, Raspel, Schutzbrille und Kehrbesen
Bild: Fachbereich Kultur

Der Fachbereich Kultur von Neukölln ermöglicht jedes Jahr einem*einer Steinbildhauer*in während der Sommerferien für vier Wochen im Körnerpark auf der Terrasse vor der Orangerie zu arbeiten. Diese Förderung ist wie ein transparentes Atelier gedacht, so dass Menschen, die in diesen Wochen den Park besuchen, dem*der Bildhauer*in beim Arbeiten zusehen und erfahren können, wie eine Steinskulptur entsteht. Wer sich auf die Förderung bewirbt, sollte Freude daran haben, sich mit Parkbesucher*innen auszutauschen und die deutsche Sprache gut beherrschen.

Ausgeschrieben ist das Atelier im Freien mit 3.000 Euro. Der Stein muss von dem*der Künstler*in selbst mitgebracht werden und verbleibt nach den vier Wochen auch weiterhin in privatem Besitz.

Die Förderung sieht vor, dass im Körnerpark an fünf Tagen pro Woche für mindestens sechs Stunden gearbeitet wird. Da der Park in einem Wohngebiet liegt, können laute Geräte nur eingeschränkt eingesetzt werden. Bildhauer- und eventuelles Hebewerkzeug für den Transport werden ebenfalls nicht gestellt. Dem Fachbereich Kultur ist es nicht möglich, eine Unterkunft und Verpflegung bereitzustellen. Somit bitten wir Sie, dies, falls nötig, eigenständig zu organisieren.

Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbungen mit künstlerischem Lebenslauf und Fotos von Arbeitsproben bitte an Bettina.Busse@bezirksamt-neukoelln.de.
Bewerbungsschluss ist der 31. März 2020.

Ausgewählte Bildhauerin 2019

Die Bildhauerin Mariel Poppe steht hinter einem offenen Transporter in dem alte Ziegelsteine gelagert sind.
Die Bildhauerin Mariel Poppe
Bild: Manfred Bokowski

Vom 1. – 26. Juli 2019 arbeitete Mariel Poppe im Körnerpark.

Mariel Poppe wurde 1968 in Gießen geboren. Sie studierte Malerei in Mainz und an der Ecole des Beaux Arts de Dijon in Frankreich. Seit 1992 lebt und arbeitet sie in Berlin, wo sie an der Universität der Künste Bildhauerei mit den Schwerpunkten Objekt und Installation studierte und das Studium 1998 mit dem Meisterschüler abschloss. An der Royal Academy of Arts in London absolvierte sie 1996 ein Auslands-Semester und widmete sich in dieser Zeit intensiv dem Medium der Fotografie.

Im Mittelpunkt ihres Interesses stehen räumliche Strukturen und Ordnungen. Durch serielle und repetitive Anordnungen von Einzelmodulen entstehen Muster und Ornamente. So wächst beispielsweise durch Schichtung und Staffelung von Miniatur-Mauersteinen ein räumliches Ornament einem Kristall nicht unähnlich, ein Mauerfragment.

Auf der Terrasse im Körnerpark wird Mariel Poppe eine Skulptur mit alten Backsteinen mauern. Während der Ausführung werden sich Abweichungen vom vorgedachten Modell ergeben. Denn das Bauen ist nicht lediglich Umsetzung, sondern bleibt ein künstlerischer Prozess.