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Bild: momius – Fotolia.com

In Berlin sind viele tausend Menschen ehrenamtlich engagiert. Das ist ein großes Potential, dass vielen Menschen in ihrem Alltag in unserer Stadt zugutekommt. Ohne das ehrenamtliche Engagement wären Sportvereine, soziale Einrichtungen, Nachbarschaftshilfen, kulturelle Angebote und vieles andere mehr in der bisherigen Qualität und Quantität kaum denkbar. Die Vielfalt und Intensität des ehrenamtlichen Engagements sind mit entscheidend für die Lebensqualität in unserer Stadt.

Mit dem Berliner FreiwilligenPass, Berliner FreiwilligenPass Flüchtlingshilfe und dem Berliner Schüler-FreiwilligenPass werden den ehrenamtlich aktiven Menschen in Berlin Dank und Anerkennung für ihr Engagement und ihre erbrachten Leistungen ausgesprochen. Die Idee für diese Art der Anerkennung kam aus der Zivilgesellschaft.

Ziele des Berliner FreiwilligenPasses

Mit dem Berliner FreiwilligenPass werden folgende Zielsetzungen verfolgt:

  • Die freiwillig und ehrenamtlich Tätigen sollen Würdigung und Wertschätzung für ihre persönlich erbrachten Leistungen erfahren.
  • Die im freiwilligen Engagement erworbenen Kompetenzen sollen dokumentiert werden und für berufliche Zwecke genutzt werden können.
  • Das freiwillige Engagement und die Organisationen und Träger der Freiwilligenarbeit sollen stärker in das öffentliche Bewusstsein gebracht werden und eine stärkere Beachtung erfahren.

Der Berliner FreiwilligenPass soll also auch einen Nutzen für die berufliche Zukunft haben. Im Berliner FreiwilligenPass werden daher Kompetenzen dokumentiert, die für den Berufseinstieg, das berufliche Fortkommen oder den Wiedereinstieg in das Berufsleben relevant sein können.

Mit dem Berliner FreiwilligenPass soll zudem dem Umstand Rechnung getragen werden, dass in einer sich stetig ändernden Wirtschafts- und Arbeitswelt nicht nur die schulischen Leistungen für den Berufseinstieg relevant sind. Die Bereitschaft und Fähigkeit, sich weiter zu entwickeln, sich zu verändern und umzuorientieren sowie „über den Tellerrand zu schauen“ sind mehr denn je Voraussetzungen für eine gelungene Erwerbsbiografie. In anderen Worten: Flexibilität und Eigeninitiative, die Fähigkeit sich selbst und andere zu motivieren, Dinge selbständig organisieren zu können, vor allem aber sozial-kommunikative Kompetenzen – all das sind heute unverzichtbare persönliche Voraussetzung im Arbeitsleben.

Schülerinnen und Schüler, die entsprechende Qualifikationen mit dem Berliner Schüler-FreiwilligenPass nachweisen, können dadurch ihre Chancen beim Einstieg in das Berufsleben verbessern.

Aufbau des Berliner FreiwilligenPasses

Der Berliner FreiwilligenPass und das Zertifikat für Fort-und Weiterbildung tragen die Unterschrift des Regierenden Bürgermeisters von Berlin und die einer unterschriftsberechtigten Vertreterin oder eines unterschriftsberechtigten Vertreters der jeweiligen Organisation. Durch die Unterschrift des Regierenden Bürgermeisters werden Dank und Anerkennung des Landes Berlin ausgedrückt. Die ausstellenden Organisationen werden angehalten, den Berliner FreiwilligenPass nicht inflationär zu vergeben.

Den Aufbau der Dokumente können Sie den in den Downloads aufgeführten Musterexemplaren entnehmen.

Inhalt des Berliner FreiwilligenPasses

Das bürgerschaftliche Engagement der Freiwilligen findet in unterschiedlichen Bereichen statt und hat vielfältige Ausdrucksformen. Dies soll bei der Ausstellung des Berliner FreiwilligenPasses auch zum Ausdruck kommen. So werden folgende Elemente in den Berliner FreiwilligenPass aufgenommen:

  • Zeitraum des Engagements
  • Umfang der durchschnittlichen wöchentlichen Einsatzzeit
  • Beschreibung der übernommenen Aufgaben

Zusätzlich sollen die erworbenen Kompetenzen genannt werden. Dazu gehören z. B.:

  • Selbstkompetenzen, wie Belastbarkeit, Lernbereitschaft, Selbstbewusstsein, Verantwortungsbewusstsein,
  • Soziale Kompetenzen, wie Kommunikationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Teamfähigkeit, Organisationstalent,
  • Methodische Kompetenzen, wie Gesprächskreise moderieren, Projekte entwickeln und umsetzen, Management-Kompetenzen,
  • Fachkompetenzen, wie kaufmännische Kompetenzen, pädagogische Kompetenzen, Computer- und Medienkompetenzen.

Auf dem Berliner FreiwilligenPass sollen die oder der Freiwillige und ihre oder seine Tätigkeit im Vordergrund stehen, weshalb Erläuterungen zu den Zielen und allgemeinen Aktivitäten der ausstellenden Organisation auf ein Mindestmaß beschränkt sein sollen. Bitte achten Sie auch darauf, dass der Berliner FreiwilligenPass keinen Zeugnischarakter haben darf.

Für die Dokumentation der im Rahmen des bürgerschaftlichen Engagements absolvierten Fortbildungen ist das gesonderte Zertifikat für Fort-und Weiterbildungen vorgesehen. Dieses Dokument soll unter Bezugnahme mit dem Fortbildungsträger ausgefüllt werden und Auskunft über die Inhalte der absolvierten Fortbildungsveranstaltungen geben.