«Stadtrand Berlin»: Ausstellung über das wiedervereinigte Berlin

«Stadtrand Berlin»: Ausstellung über das wiedervereinigte Berlin

Grenzöffnung, Mauerfall, wiederverbundene Straßen - der ebenso historische wie lautstarke Übergang von Ost-Berlin und Westberlin vor 30 Jahren zu einer Stadt ist umfassend dokumentiert.

André Kirchner

© dpa

Der Künstler André Kirchner steht in der Berlinischen Galerie.

Doch wie sah die neue Einheit an den Rändern dieses nun so großen Berlins aus? Der Fotograf André Kirchner schnappte sich in den Jahren 1992/93 seine Kamera, ging raus nach Brandenburg, drehte sich um und fotografierte den Blick entlang der historischen Stadtgrenze des wiedervereinten Berlins. Die Berlinische Galerie zeigt «André Kirchner. Stadtrand Berlin» bis zum 29. Juli.
Die 60 Panorama-Arbeiten in schwarz-weiß sind geprägt vom Umbruch der beginnenden 90er Jahre. Mauer und Grenze sind nicht mehr zu sehen, auf einigen Aufnahmen markieren Telegrafenmasten oder Versorgungswege den Verlauf der alten Teilung. Am Stadtrand manifestiert sich die neue Einheit in Bildern des Verfalls: schäbige Gewerbehöfe, verlorene Wohnwagensiedlungen, bröckelnde Häuser, Gleise ins Nichts. Die zivilisatorischen Markierungen in weiten Landschaften umfassen eine kleine Historie der Region. Preußische Gebäude sind zu entdecken, nie vollendete Brücken der NS-Zeit, DDR-Architektur, Reste der Mauer. Viele Aufnahmen scheinen nur endlose Landschaften zu zeigen, doch sind noch die ersten Bauten der Stadt am Horizont, unter einer Baumreihe zu entdecken - oder die Hochhaussiedlung ragt am Ende aus dem weiten Kornfeld.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. Juni 2019 15:43 Uhr

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