Linke fordert Sozialticket im Nahverkehr für 30 Euro

Linke fordert Sozialticket im Nahverkehr für 30 Euro

Die Linke-Fraktion im Brandenburger Landtag fordert ein deutlich günstigeres Sozialticket für einkommensschwache Menschen im öffentlichen Nahverkehr. Das Ticket sollte für Erwachsene maximal 30 Euro sowie für Kinder und Jugendliche die Hälfte kosten, sagte deren Verkehrsexperte Christian Görke am Dienstag. Zudem solle das günstige Ticket in ganz Brandenburg und in Berlin gelten. Mit einem Antrag für die Landtagssitzung am Donnerstag fordert die Linke die Landesregierung auf, ein entsprechendes Sozialticket in Verhandlungen mit Berlin bis Anfang kommenden Jahres zu entwickeln.

Christian Görke

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Christian Görke (Die Linke) schaut in die Kamera.

Ein alleinstehender Hartz-IV-Empfänger habe für Mobilität nur 39,01 Euro zu Verfügung, erklärte Görke zu Begründung. Dazu gehörten auch etwa Kosten für ein Fahrrad. Doch derzeit koste das sogenannte Mobilitätsticket für Einkommensschwache nur für einen Landkreis 46,80 Euro, bei zwei Landkreisen schon 55,20 Euro und 74,10 Euro bei drei Landkreisen beziehungsweise kreisfreier Stadt.
«Wir wollen verhindern, dass Menschen aussteigen aus dem öffentlichen Nahverkehr, weil sie es sich schlichtweg nicht mehr leisten können», sagte Görke. Nach seinen Angaben gibt es in Brandenburg rund 220.000 Anspruchsberechtigte. Während es 2018 und 2019 rund 180.000 Abonnenten des Sozialtickets gegeben habe, habe es im vergangenen Jahr nur noch 110.000 Abos gegeben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 15. Juni 2021 11:42 Uhr

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