Altlandsberger Nachtwächter geht in den Ruhestand

Altlandsberger Nachtwächter geht in den Ruhestand

Der langjährige Nachtwächter von Altlandsberg (Märkisch-Oderland) am Rande Berlins will seine Hellebarde in die Ecke stellen. Der gebürtige Hesse Horst Hildenbrand hat seit 2005 regelmäßig Besucher durch die im Kern noch mittelalterliche Stadt geführt und sie mit Anekdoten, eigenen Gedichten sowie historischen Fakten zwei Stunden lang unterhalten. Im Juni wird er 80 Jahre alt und will die Nachtwächtergeschäfte an einen Nachfolger übergeben. Am 26. Juni soll er feierlich verabschiedet werden.

Horst Hildenbrand

© dpa

Horst Hildenbrand (r), noch amtierender Nachtwächter der Stadt Altlandsberg und sein Nachfolger, Ulrich Handke.

Seinen Angaben nach gibt es in Brandenburg 15 bis 20 Berufskollegen, die wie er in der Deutschen Gilde der Nachtwächter organisiert sind. Diese vereint rund 230 Nachtwächter, Türmer und historische Figuren aus Deutschland und Österreich, die in ihren Orten als Gästeführer arbeiten. Etwa ein Viertel sind Frauen. Einmal jährlich treffen sich die Gilde-Mitglieder zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 23. März 2021 05:41 Uhr

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