Schnee, Frost und Glätte am Wochenende

Schnee, Frost und Glätte am Wochenende

Wegen vorhergesagter starker Schneefälle am Wochenende hat das Brandenburger Innenministerium den Bürgern empfohlen, möglichst zu Hause zu bleiben.

Verschneite Straße bei Sieversdorf

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Winterlich verschneite Straße bei Sieversdorf.

«Schneefall, der gebietsweise auch kräftiger ausfallen kann, soll von mäßigem bis strengem Frost begleitet werden», sagte Ministeriumssprecher Martin Burmeister am Freitag auf Anfrage. Daher sei zum Ende des Wochenendes und Anfang der kommenden Woche vor allem mit Glätte zu rechnen. «Um Unfälle zu vermeiden, ist es daher empfehlenswert, auf nicht notwendige Fahrten und Gänge zu verzichten und möglichst zu Hause zu bleiben», so Burmeister.
Brandenburgs Feuerwehren und Leitstellen seien vollständig einsatzbereit und auf eventuelle Extremwetterlagen eingestellt, erklärte der Sprecher. Bei Bedarf könnten jederzeit Maßnahmen des Katastrophenschutzes über das Koordinierungszentrum im Innenministerium geleitet werden. «Momentan besteht dieser Bedarf aber nicht und wird auch für die kommenden Tage nicht angenommen», betonte Burmeister.
Am Wochenende soll es laut dem Deutschen Wetterdienst mit bis zu minus zwölf Grad in der Nacht eisig kalt werden. Nach einer verhältnismäßig ruhigen Wetterlage am Samstag soll das Wetter in der Nacht zu Sonntag umschlagen: Den Prognosen zufolge wird mit Schneefall und Glättegefahr im Fläming und in der Niederlausitz gerechnet. Tagsüber geht es mit Dauerfrost bei bis zu minus acht Grad weiter. Anders als im Norden Brandenburgs, der schneefrei bleiben soll, kann es vor allem im Süden der Region immer wieder schneien. Auch in Berlin wird mit Schnee gerechnet. Teils stürmische Böen mit Schneeverwehungen sind nicht auszuschließen.
Daher sei für mehrere hundert Mitarbeiter der Straßenmeistereien eine erweiterte Rufbereitschaft angeordnet worden, berichtete der Sprecher des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg, Steffen Streu. Die Streusalzdepots seien gut gefüllt und Hunderte Einsatzfahrzeuge stünden zur Räumung der Straßen bereit. Die Mitarbeiter der Straßenmeistereien könnten notfalls in Schichten bis zu zwölf Stunden eingesetzt werden.
Im Polizeipräsidium in Potsdam sei die Notrufzentrale gut aufgestellt, sagte Polizeisprecher Mario Heinemann. Dort gehen täglich rund 1000 Notrufe ein. Bei extremen Wetterlagen müsse mit deutlich mehr Anrufen gerechnet werden, sagte Heinemann. Die Polizei warnt die Bürger insbesondere vor dem Betreten von Eisflächen auf Flüssen, Seen und Kanälen. Die Stärke des Eises werde durch viele Faktoren, etwa die Fließgeschwindigkeit des Wassers oder Strudel, beeinflusst. «Wer zugefrorene Seen, Flüsse und Kanäle betritt, gefährdet sich und andere», warnte die Polizeidirektion West.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 5. Februar 2021 14:43 Uhr

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