Herntier und Krankenhaus: Appell an Spremberger Bürger

Herntier und Krankenhaus: Appell an Spremberger Bürger

Die Stadt Spremberg (Spree-Neiße) und das örtliche Krankenhaus haben die Einwohner eindringlich aufgerufen, die Corona-Bestimmungen einzuhalten. «Unverständlich ist das Verhalten Einzelner, die die Maßnahmen nicht nur ablehnen, sondern die Wirksamkeit der einfachen und für jeden von uns leicht einzuhaltenden Abstands- und Hygieneregeln öffentlich in Frage stellen und zur Nichteinhaltung aufrufen», kritisierten Bürgermeisterin Christine Herntier und Kathrin Möbius, Geschäftsführerin der Spremberger Krankenhaus GmbH, am Montag in einem gemeinsamen Appell an die Bürger.

Christine Herntier (parteilos), Bürgermeisterin von Spremberg

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Christine Herntier (parteilos), Bürgermeisterin von Spremberg.

Im Landkreis Spree-Neiße liegt die Zahl neuer Ansteckungen je 100 000 Einwohner bei einem Wert von 200,5, gefolgt von Cottbus (159,5). In Spremberg haben sich aktuell 138 Menschen mit dem Coronavius angesteckt. Bürgermeisterin Herntier wies darauf hin, dass es wegen des Industrieparks Schwarze Pumpe an der Grenze zu Sachsen ein hohes Pendleraufkommen gebe. Die Landkreise Görlitz und Bautzen verzeichneten besonders hohe Corona-Infektionszahlen. «Deshalb müssen wir hier besonders vorsichtig sein», sagte Herntier der Deutschen Presse-Agentur.
Die Mitarbeiter des Krankenhauses der Stadt in Südbrandenburg bereiten sich auf einen Anstieg der Covid-19-Patienten in den kommenden Tagen und Wochen vor. Das Besuchsverbot im Krankenhaus bleibt den Angaben zufolge bestehen.
In Brandenburg sind nach Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) aktuell 570 Intensivbetten belegt, 235 frei. Innerhalb einer Woche können zusätzlich 412 Intensivbetten aufgestellt werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 16. November 2020 17:22 Uhr

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