Bauernverband: Landwirte befürchten Verluste

Bauernverband: Landwirte befürchten Verluste

Die Landwirte in den von Afrikanischer Schweinepest betroffenen Brandenburger Landkreisen befürchten zunehmend Einkommensverluste. «Durch regionale Bearbeitungsverbote kommen wir nicht auf die Felder», sagte ein Sprecher des Landesbauernverbandes am Donnerstag auf Anfrage. Es müsse dafür eine Entschädigung geben, deren Höhe aber noch nicht beziffert werden könne. Die Zeitpläne drückten, die Saat müsse in den Boden, sonst gebe es im kommenden Jahr keine Ernte.

Derzeit gilt in einem gefährdeten Gebiet mit einem Radius von 20 bis 25 Kilometern um den Fundort des ersten infizierten Tieres in Schenkendöbern in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Dahme-Spreewald ein vorläufiges Verbot für die Nutzung von Agrar- und Forstflächen. Nach dem jüngsten Fund im Landkreis Märkisch-Oderland ist auch das Areal um den den Fundort Bleyen betroffen.
Bisher wurden 38 infizierte Wildschweine in Brandenburg amtlich bestätigt.
Unterdessen ist der in Märkisch-Oderland geplante mobile Zaun um den Fundort eines infizierten Wildschweins fast fertig. «Es fehlen noch zwei bis drei Kilometer von den insgesamt geplanten 16 Kilometern», sagte Thomas Berendt, Sprecher des Landkreises. Wo der Zaun nicht über eine befahrene Straße geführt werden kann, stehen nach den Angaben am Rand Boxen mit Vergrämungsstoffen. Sie sollen Wildschweine von ihrer Route abhalten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. Oktober 2020 11:44 Uhr

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