Armutsrisiko in Berlin gestiegen: Rückgang in Brandenburg

Armutsrisiko in Berlin gestiegen: Rückgang in Brandenburg

In Berlin ist in den vergangenen zehn Jahren das Armutsrisiko leicht gestiegen. 19,3 Prozent der Menschen waren im Jahr 2019 von Armut bedroht - 2009 waren es noch 19 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag auf Basis des Mikrozensus mitteilte. Demnach stellt die Bundeshauptstadt im Vergleich zu den anderen östlichen Bundesländern eine Ausnahme dar. In allen Ostländern sank die sogenannte Armutsgefährdungsquote - so auch in Brandenburg, wo sie im Jahr 2019 15,2 Prozent erreichte (1,5 Prozent weniger als 2009).

Armutsrisiko in Berlin und Brandenburg

© dpa

Eine ältere Frau hält verschiedene Euromünzen in der Hand.

Bundesweit stieg das Armutsrisiko nach Angaben der Statistiker von 14,6 Prozent im Jahr 2009 auf 15,9 Prozent im Jahr 2019. Während das Risiko in den östlichen Bundesländern einschließlich Berlin von 19,5 auf 17,9 Prozent sank, stieg es in den westlichen Ländern von 13,3 auf 15,4 Prozent. Den höchsten Rückgang verzeichnete Mecklenburg-Vorpommern (3,7 Prozent weniger) - den höchsten Anstieg gab es in Bremen (4,8 Prozent).
Die Schwelle für die Armutsgefährdung lag 2019 bei 1074 Euro bei einem Einpersonenhaushalt, das sind 60 Prozent eines durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, gilt als armutsgefährdet. Wie sich die Corona-Krise auf das Armutsrisiko auswirkt ist noch unklar.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 13. August 2020 12:53 Uhr

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