Ministerium empfiehlt Corona-Tests in Schlachtbetrieben

Ministerium empfiehlt Corona-Tests in Schlachtbetrieben

Nachdem sich zwei Mitarbeiter eines Geflügelhofs in Niederlehme (Dahme-Spreewald) mit dem Coronavirus infiziert haben, hat das Landesgesundheitsministerium allen Brandenburger Schlachtbetrieben empfohlen, ihre Belegschaft zu testen. «Wir begrüßen, dass der betroffene Betrieb selbst aktiv geworden ist und so die Positivfälle aufgedeckt werden konnten», sagte Staatssekretär Michael Ranft am Donnerstag. «Damit können wir gemeinsam frühzeitig größeren Ausbrüchen, wie wir sie in Gütersloh erlebt haben, wirksam begegnen.»

Coronavirus

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Coronavirus-Test.

Nach Angaben des Ministeriums wurde in dem Geflügelhof seit rund einer Woche täglich ein Teil der Mitarbeiter auf das Coronavirus getestet. Zwei der insgesamt rund 160 Tests seien positiv gewesen. «Grundsätzlich begrüßen wir den offensiven Umgang des Unternehmens durch eigene Testungen und empfehlen dieses Vorgehen für alle anderen größeren Schlachtbetriebe im Land», sagte Ranft. Weitere Betriebe hätten bereits großflächige Testungen der Mitarbeiter angekündigt.
Der Geschäftsführer des Geflügelhofs, Gerhard Heil, erklärte, dass von Donnerstag an alle rund 700 Beschäftigten auf freiwilliger Basis getestet würden. «Die Gesundheit aller unserer Beschäftigten hat für uns oberste Priorität», sagte Heil. «Wir gehen davon aus, dass alle Ergebnisse voraussichtlich bis Montagabend vorliegen werden.» Darüber hatte zuerst die «Märkische Allgemeine» (online) berichtet.
Auch seien die Maßnahmen zum Infektionsschutz nochmals verschärft worden, sagte Heil. So seien zur Einhaltung der Abstandsregeln zusätzliche Pausenräume eingerichtet und die unterschiedlichen Arbeitsschichten komplett getrennt worden. Zudem müssten sich alle Rückkehrer aus dem Urlaub vor Aufnahme ihrer Tätigkeit auf das Coronavirus testen lassen.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

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Der Geflügelhof sei Ende Mai bei einer Sonderaktion zur Überprüfung der Arbeitsbedingungen in der Fleischverarbeitung von der Arbeitsschutz-Aufsicht besichtigt worden, berichtete das Ministerium. Dabei seien keine größeren Mängel festgestellt worden.
Im Land gibt es nur sehr wenige große Schlachtbetriebe. Aktuell sind landesweit 138 fleischverarbeitende Betriebe behördlich zugelassen, von denen 47 mehr als 20 Beschäftigte haben. Davon beschäftigen 32 Betriebe zwischen 20 und 49 Mitarbeiter, sechs haben zwischen 50 und 99 Beschäftigte. Weitere sechs Betriebe haben zwischen 100 und 249, drei Betriebe zwischen 250 und 499 Mitarbeiter.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 2. Juli 2020 17:11 Uhr

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