Bergmann-Klinikum will weitere Konsequenzen ziehen

Bergmann-Klinikum will weitere Konsequenzen ziehen

Das größte Potsdamer Krankenhaus, das Klinikum Ernst von Bergmann, will nach dem Coronavirus-Ausbruch weitere Konsequenzen ziehen. «Wir müssen das Meldewesen optimieren, der betriebsärztlichen Versorgung einen anderen Stellenwert geben, das Thema Hygiene nach vorn entwickeln», sagte der neue Geschäftsführer Hans-Ulrich Schmidt der «Märkischen Allgemeinen» (Dienstag). Außerdem werde jeder Patient auf das Coronavirus getestet und in Intervallen jeder Mitarbeiter. «Das kostet alles Geld, aber es ist notwendig.»

Die wirtschaftliche Situation der Klinik bezeichnete Co-Geschäftsführer Tim Steckel als angespannt durch Corona, aber nicht als existenzbedrohend. «Das werden wir auch auf Sicht nicht haben», sagte Steckel den «Potsdamer Neueste Nachrichten» (Dienstag). Er verwies auf die finanzielle Unterstützung der Krankenhäuser durch die Bundesregierung in der Corona-Krise und hofft nach eigenen Worten auf eine Verlängerung dieser Zahlungen.
In der Klinik hatten sich Mitte März Covid-19-Infektionen bei Patienten und Mitarbeitern gehäuft. Deshalb wurden die Neuaufnahmen von Patienten bis auf einzelne Notfälle Anfang April gestoppt. Bis Juli soll das Krankenhaus wieder in den Regelbetrieb gehen. Geplant ist ein Umbau in drei eigenständige Kliniken. Derzeit werden 25 Covid-19-Patienten im Klinikum Bergmann behandelt, bisher starben 43. Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) hatte die beiden bisherigen Geschäftsführer der Klinik zunächst beurlaubt.
Landschaft in der Prignitz
© Antje Kraschinski/Berlinonline

Tipp: Urlaub in Brandenburg

Ausflugsziele, besondere Landschaften und Orte in Brandenburg plus Seen, Radtouren, Wanderungen, Ziele für Familien, Unterkünfte und mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 5. Mai 2020 15:08 Uhr

Weitere Meldungen