Wittstock zeigt in Sonderausstellung Geschichte der Region

Wittstock zeigt in Sonderausstellung Geschichte der Region

Fallschirmschule, russische Jagdflugzeuge und nun Solarkraftwerk: Mit einer Sonderschau erinnert das Museum in Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) seit dem 28. Januar 2020 an die bewegte Militärgeschichte der Region nördlich von Berlin.

Museum des Dreißigjährigen Krieges

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Das Museum des Dreißigjährigen Krieges in Wittstock. Foto: Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/Archiv

«Wir sind zufrieden mit der Entwicklung beim Flugplatz», sagte Bürgermeister Jörg Gehrmann (parteilos) zu der Schau «Vom Kriegstraining zur Energieerzeugung». Man habe einen Gefahrenpunkt beseitigen können und bekomme rund 500 000 Euro pro Jahr an Pacht durch die Energieanlagenbetreiber.

Ausstellung bis zum 19. April 2020

Von 1939 bis 1989 waren Wittstock und das benachbarte Rechlin/Lärz erst eng mit dem Kriegsgeschehen bis 1945 und später mit der Roten Armee und dem Kalten Krieg verbunden. So schoss 1964 ein russischer Pilot aus Wittstock über Gardelegen (Sachsen-Anhalt) ein US-amerikanisches Aufklärungsflugzeug ab, wie in der bis zum 19. April laufenden Ausstellung gezeigt wird.

Flugplatz Wittstock 2009 beräumt

Die Rote Armee zog 1994 ab. Erst 2009 verzichtete die Bundeswehr jedoch auf den geplanten, auch als Bombodrom bekannten Tiefflugübungsplatz, womit auch der Flugplatz Wittstock beräumt werden konnte. Fast 200 Gebäude sowie Kerosintanks wurden abgebaut und eine Million Solarplatten installiert - nur einige denkmalgeschützte Hangars und eine Lenin-Statue stehen noch.
Die Museumsinsel
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 28. Januar 2020 15:44 Uhr

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