Bergbehörde: Umweltprüfung für Tagebaubetrieb verzögert sich

Bergbehörde: Umweltprüfung für Tagebaubetrieb verzögert sich

Die Umweltprüfung für den Weiterbetrieb des Tagebaus Jänschwalde durch das Brandenburger Bergamt ist nicht wie geplant bis Jahresende zu schaffen. Sie könnte nicht abgeschlossen werden, sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, am Freitag auf Anfrage. Eine Entscheidung zur Zulassung zum 1. Januar 2020 sei damit nicht möglich. Bis Ende des Monats werden die Unterlagen des Betreibers Leag erwartet. Solange die Prüfungen nicht abgeschlossen seien, gebe es keine neue Betriebsplanzulassung.

Ein Eimerkettenbagger im Tagebau Jänschwalde

© dpa

Ein Eimerkettenbagger steht im Braunkohletagebau Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG).

Der Tagebau Jänschwalde ist seit 1. September in Sicherheitsbetrieb. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Grüne Liga bezweifeln, dass der Tagebau überhaupt wieder regulär betrieben werden könne, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung. Jahrzehntelange Versäumnisse von Kohlekonzern und Bergbehörde ließen sich offenbar nicht über Nacht ausbügeln, betonte René Schuster von der Grünen Liga, Mitglied im Braunkohlenausschuss, der sich am Donnerstag konstituiert hatte.
Nach der Klage von Umwelthilfe und Grüner Liga hatte das Verwaltungsgericht Cottbus den Betrieb zum 1. September vorläufig gestoppt. Der Leag war keine längere Frist für die Prüfung der Umweltverträglichkeit eingeräumt worden. Sie ist Voraussetzung für den weiteren Betrieb.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 22. November 2019 12:34 Uhr

Weitere Meldungen