Woidke: Zusammenarbeit bei Luft- und Raumfahrt nötig

Woidke: Zusammenarbeit bei Luft- und Raumfahrt nötig

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) drängt beim Thema Luft- und Raumfahrt auf Zusammenarbeit. «Es ist eine Klimaherausforderung, es ist eine Lärmherausforderung, die zu lösen ist, aber auf der anderen Seite ist es vor allem auch eine wirtschaftliche Herausforderung», sagte Woidke bei der 14. Tagung der Deutschen Luft- und Raumfahrtregion am Dienstag in Potsdam. An diesen Herausforderungen müsse mit Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen im Land gemeinsam gearbeitet werden.

Dietmar Woidke

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Dietmar Woidke (SPD), Ministerpräsident von Brandenburg. Foto: Christophe Gateau/Archiv

Dass die Fluggastzahlen trotz aller Diskussionen gestiegen seien, zeige, dass der Bedarf am Fliegen nicht geringer werde, sondern ansteige. Den klimapolitischen Aufgaben müsse man mit Technologien begegnen. Gelder müssten in die richtigen Programme fließen, es müsse geforscht werden, sagte Woidke.
Anders als beim Autofahren seien Alternativen zum Fliegen häufig kompliziert bis gar unmöglich, sagte Thomas Jarzombek (CDU), Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt. «Deshalb ist der Schlüssel für mehr Umwelt- und Klimaschutz die Innovation», sagte er. In der Vergangenheit habe bereits jede neue Flugzeuggeneration im Schnitt 25 Prozent weniger Kerosin benötigt.
Auf dem 14. Branchentreff des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) sowie der Berlin-Brandenburg Aerospace Allianz tauschten sich mehr als 300 Experten zu neuen alternativen Flugzeugantrieben aus. Thema war «Innovation für eine emissionsarme Luftfahrt». Nach Angaben des BDLI sind in der Großstadtregion 130 Unternehmen und 30 wissenschaftliche Einrichtungen in der Luft- und Raumfahrt ansässig. 7500 Mitarbeiter erwirtschafteten im Jahr 2018 einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 10. September 2019 16:00 Uhr

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