Landgut wird zur Sommerbaustelle für Handwerksgesellen

Landgut wird zur Sommerbaustelle für Handwerksgesellen

Rund 40 freireisende Wandergesellen haben ihre diesjährige Sommerbaustelle auf einem ehemaligen jüdischen Gutshof in Neuendorf im Sande (Oder-Spree) eröffnet. Die jungen Handwerker unterschiedlicher Gewerke wollen vier Wochen lang unentgeltlich an der Sanierung eines denkmalgeschützten ehemaligen Stallgebäudes arbeiten. Dort sollen Ausstellungs- und Workshop-Räume, Ateliers und Werkstätten entstehen.

Maik Bumbacher

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Maik Bumbacher, fremder Rolandsbruder, arbeitet auf einem Scheunendach auf dem Gelände. Foto: Patrick Pleul

Der Verein «Zusammen in Neuendorf - S.A.N.D.E.» hatte das Gut im vergangenen Jahr gekauft und will dort die Geschichte des Geländes aufarbeiten. Das Landwerk Neuendorf war eine 1932 gegründete jüdische Arbeiterkolonie und Ausbildungsstätte.
Das Landwerk Neuendorf war eine 1932 gegründete jüdische Arbeiterkolonie und Ausbildungsstätte. Im Rahmen der sogenannten Hachschara-Bewegung diente es zahlreichen jüdischen Jugendlichen, die im Laufe der Jahre systematisch vom deutschen Arbeitsmarkt verdrängt wurden, zur beruflichen und kulturellen Vorbereitung auf eine Auswanderung nach Palästina. Ab 1941 errichteten die Nazis auf dem Gutsgelände ein NS-Zwangslager. Nach dem Krieg wurde es volkseigenes Gut.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 22. Juli 2019 08:40 Uhr

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