Katzenjammer bei Turbine Potsdam nach 2:2 gegen Essen

Katzenjammer bei Turbine Potsdam nach 2:2 gegen Essen

Die Champions League kann sich Turbine Potsdam wohl abschminken. Beim 2:2 gegen Essen verschenkten die Potsdamerinnen einen weiteren wichtigen Punkt.

Potsdam (dpa/bb) - Bei Turbine Potsdam ist Ernüchterung eingekehrt. Trotz bravouröser Aufholjagd im Heimspiel am Samstag gegen die SGS Essen (2:2), bei der nach frühem Zweitore-Rückstand noch ein Punkt heraussprang, waren in Potsdam enttäuschte Gesichter zu sehen. «Wir haben den Start total verschlafen, sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen», ärgerte sich Innenverteidigerin Johanna Elsig über die schwache erste Hälfte der Turbinen.
Dabei wäre nach den verschenkten Punkten in Frankfurt, als die Potsdamerinnen beim 3:3 selbst ein 3:1 verspielten, ein voller Erfolg von enormer Wichtigkeit gewesen, damit der Abstand zu Platz zwei nicht noch weiter anwächst. Stattdessen konstatierte Elsig jetzt: «An die Champions League brauchen wir jetzt nicht mehr zu denken.» «In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft dann aber eine tolle Reaktion gezeigt», zeigte sich Trainer Matthias Rudolph aber dann doch noch etwas versöhnlich. «Hinter uns liegt eine schwere Woche», erklärte Rudolph und sprach damit die beiden Personalentscheidungen an, die der sechsmalige Meister zu verkraften hatte.
Mit den beiden Nationalspielerinnen Svenja Huth und Felicitas Rauch erklärten zwei Leistungsträgerinnen, ihre auslaufenden Verträge nicht verlängern zu wollen. Huth wechselt zum Liga-Krösus VfL Wolfsburg; bei Rauch wird über einen Wechsel ins Ausland spekuliert. Es gab aber auch eine gute Nachricht aus dem Lager des Tabellendritten. Elsig, wie Huth und Rauch sowie Torfrau Lisa Schmitz in dieser Woche im Nationalelf-Einsatz gegen Frankreich, bleibt den Turbinen erhalten. «Ich freue mich auf weitere und hoffentlich erfolgreiche Jahre in Potsdam», schrieb die 26-Jährige auf ihrer Facebook-Seite.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 24. Februar 2019 10:50 Uhr

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