Braunkohle-Rückstellungen könnten nicht reichen

Braunkohle-Rückstellungen könnten nicht reichen

Die Rückstellungen des Tagebaubetreibers Leag für die Sanierung der Tagebaulandschaften reichen nach Einschätzung eines Gutachters bei der planmäßigen Fortsetzung der Braunkohleförderung aus. Jede Art der Veränderung an dem Plan führe aber dazu, dass die Mittel nicht genügen könnten, sagte der Gutachter Hossein Tudeshki von der TU Clausthal am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Potsdamer Landtags. Ein Tagebau sei wie ein Tanker auf einem Ozean, den man erst in einen sicheren Hafen bringen müsse, wenn man aussteigen wolle.

Leag-Braunkohlekraftwerk

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Ein Mitarbeiter steht vor den dampfenden Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der LEAG. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Der Gutachter führte aus, wie ein Bergbaukonzern im Laufe der mehrere Jahre dauernden Nutzung eines Tagebaus schrittweise Rückstellungen in der Bilanz bildet, die dann später für die Sanierung genutzt werden.
Nachdem die Brandenburger Braunkohletagebaue der Leag von Vattenfall an einen tschechischen Investor verkauft wurden, wird darüber diskutiert, ob die Rückstellungen reichen. Daher hatte das Wirtschaftsministerium ein Gutachten in Auftrag gegeben. Es bescheinigt der Leag ein korrektes Vorgehen. Trotzdem will das Land Brandenburg ähnlich wie Sachsen eine Zweckgesellschaft gründen, um auch im Falle einer Insolvenz Zugriff auf die Rückstellungen zu haben. Damit soll ausgeschlossen werden, dass das Land und damit der Steuerzahler für die Sanierung aufkommen muss.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. Dezember 2018 12:50 Uhr

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