Nach tödlichem Unfall in Jugenddorf: Betreiber vor Gericht

Nach tödlichem Unfall in Jugenddorf: Betreiber vor Gericht

Nach dem tragischen Tod eines Zwölfjährigen in einem Jugenddorf in Joachimsthal stehen die ehemaligen Betreiber der Einrichtung vor Gericht. Die Angeklagten sehen keine Versäumnisse und bestreiten jede Schuld.

Eberswalde/Joachimsthal (dpa/bb) - Nach dem tödlichen Unfall eines Zwölfjährigen in einem Jugenddorf am Werbellinsee (Barnim) hat vor dem Amtsgericht Eberswalde der Prozess gegen die ehemaligen Betreiber begonnen. Die beiden 62 und 65 Jahre alten Männer sind wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen angeklagt, wie das Gericht mitteilte. Die Angeklagten bestritten am Donnerstag, Pflichten verletzt zu haben, die zu dem tödlichen Unfall des Jungen führten.
Laut Anklage war der 12-Jährige im Juni 2014 über einen morschen, spitzen Baumstumpf gestolpert. Dabei stürzte er so unglücklich, dass er noch an der Unglücksstelle starb.
Den beiden Angeklagten wird vorgeworfen, nicht ausreichend Sorge dafür getragen zu haben, das Jugenddorf vor Gefahren zu sichern. So soll der etwa 40 Zentimeter aus dem Boden herausragende Baumstumpf nicht fachgerecht abgesägt, sondern abgebrochen worden sein, so dass grobe Spitzen stehen blieben. Diese hätten zu den tödlichen Verletzungen an Hals und Kehlkopf des Jungen geführt.
Am 28. November (10.00 Uhr) soll der Prozess fortgesetzt werden. Dann sollen Zeugen vernommen werden, die etwas zum Unfallhergang sagen können, wie das Gericht mitteilte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 15. November 2018 15:50 Uhr

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