Verbraucherzentralen bringen Klage gegen VW auf den Weg

Verbraucherzentralen bringen Klage gegen VW auf den Weg

An der Musterfeststellungsklage gegen den Volkswagen-Konzern wegen des Dieselskandals könnten auch tausende Autofahrer aus Brandenburg teilnehmen. Nach Angaben der Verbraucherzentrale in Potsdam gibt es rund 1,4 Millionen Autos in Brandenburg, darunter etwa 400 000 Diesel-Fahrzeuge. 130 000 von ihnen stammen aus dem VW-Konzern. Wie viele davon wiederum den von der Klage betroffenen Motor vom Typ EA189 haben, konnte die Verbraucherzentrale nicht sagen.

Volkswagenlogo an einem Auto

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Volkswagenlogo an einem Auto vor dem Unternehmenssitz von VW in Niedersachsen. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archiv

Die Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hatte in der Nacht zu Donnerstag die Klage beim Oberlandesgericht Braunschweig eingereicht. Das Instrument der Musterfeststellungsklage ist erst seit Donnerstag in Kraft. Verbraucherschützer können damit stellvertretend für viele Betroffene gegen Unternehmen klagen. Betroffene müssen sich nach Angaben der Verbraucherzentrale bis Ende des Jahres in ein Register eintragen lassen, wenn sie an der Klage teilnehmen wollen.
Volkswagen rechnet nach eigenen Angaben nicht damit, dass die Klage Erfolg haben wird. Kunden in Deutschland hätten keine Ansprüche, weil die Fahrzeuge genehmigt, technisch sicher und fahrbereit seien. Die Verbraucherschützer gehen dagegen von einer sittenwidrigen Schädigung aus, die auch mit den Software-Updates nicht beseitigt sei.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. November 2018 13:00 Uhr

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