Auch Bundesamt-Außenstelle Eisenhüttenstadt wird überprüft

Auch Bundesamt-Außenstelle Eisenhüttenstadt wird überprüft

Nach Unregelmäßigkeiten bei der Asylvergabe in Bremen prüft das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) auch ihre Außenstelle in Eisenhüttenstadt. Es würden zehn von bundesweit rund 50 Außenstandorten untersucht, teilte Bamf-Sprecherin Edith Avram am Mittwoch mit. Mehrere Medien hatten bereits die Namen einzelner Standorte vermeldet. In Eisenhüttenstadt befindet sich auch die Zentrale Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg, für die Asylvergabe ist dort aber das Bundesamt zuständig.

«Diese Überprüfung bedeutet nicht automatisch, dass es in diesen Standorten zu Unregelmäßigkeiten bei der Bearbeitung von Asylverfahren gekommen ist», sagte die Sprecherin.
In der Bamf-Außenstelle Bremen sollen zwischen 2013 und 2016 Mitarbeiter mindestens 1200 Menschen ohne ausreichende rechtliche Grundlage Asyl gewährt haben. Gegen die damalige Bremer Bamf-Chefin und weitere Verdächtige laufen Ermittlungen wegen Bestechlichkeit und bandenmäßiger Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat der Bremer Außenstelle bis auf weiteres verboten, über Anträge von Flüchtlingen zu entscheiden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 23. Mai 2018