Prozessbeginn: Auto ausgebremst und Beifahrer beraubt?

Prozessbeginn: Auto ausgebremst und Beifahrer beraubt?

Weil sie ein Auto ausgebremst, mehrere Insassen brutal attackiert und den Beifahrer zur Herausgabe von 3000 Euro gezwungen haben sollen, stehen drei Angeklagte vor dem Berliner Landgericht.

Berliner Landgericht

© dpa

Die 25- bis 41-Jährigen seien mit dem ausgeraubten Mann seit längerer Zeit verfeindet gewesen, heißt es in der zu Prozessbeginn am Freitag (13. November 2020) verlesenen Anklage. Nach einer Begegnung im August 2017 in einem Lotto-Laden hätten sie und weitere Mittäter beschlossen, den Gegner «zu verfolgen und mit körperlichem Zwang das Geld an sich zu bringen». Die Verteidiger erklärten, ihre Mandanten würden sich gegenwärtig nicht äußern.
Die Angeklagten sollen zufällig beobachtet haben, dass der später Attackierte eine größere Menge Bargeld bei sich geführt habe. Als der Mann mit mehreren Begleitern in ein Auto stieg, hätten die drei Angeklagten mit ihren mutmaßlichen Komplizen in zwei Fahrzeugen die Verfolgung aufgenommen. Auf der Osloer Straße im Stadtteil Wedding hätten sie das Auto ausgebremst und eingekeilt.
Einer der Angeklagten soll versucht haben, den Gegner aus dem Auto zu ziehen. Mit einem Bajonett mit einer Klingenlänge von 30 Zentimetern habe er dem Attackierten in das Gesicht gestochen. Mittäter sollen mit Baseball- und Eishockeyschlägern auf den Wagen und auf weitere Insassen eingeschlagen haben. Letztlich hätten sie den Beifahrer durch Androhung weiterer Gewalt zur Herausgabe von 3000 Euro genötigt. Der Prozess wird am 24. November fortgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 13. November 2020 15:35 Uhr

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