Serie von Diebstählen: Prozess gegen drei Männer

Serie von Diebstählen: Prozess gegen drei Männer

Weil sie an einer Serie von Taschendiebstählen an Berliner Bahnhöfen beteiligt gewesen sein sollen, stehen drei Männer vor dem Landgericht.

Der Eingang des Landgerichts Berlin

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Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten als Mitglieder einer rumänischen Bande agierten. Die Täter hätten Fahrgäste während des Kaufs von Tickets am Automaten beobachtet, Geheimzahlen von EC-Karten ausspioniert und Geschädigte dann bestohlen. Ob sich die Angeklagten in Alter von 46, 36 und 31 Jahren zu den Vorwürfen äußern werden, blieb zu Prozessbeginn am Mittwoch (06. November 2019) zunächst offen.
Die Gruppierung soll in der Zeit von Januar bis März 2017 vor allem am S-Bahnhof Messe Nord aktiv gewesen sein. Geschädigte wurden laut Anklage beim Einsteigen «in arbeitsteiliger Vorgehensweise» bedrängt oder abgelenkt, um den Diebstahl aus Taschen oder Rucksäcken zu ermöglichen. In vielen Fällen hätten Bandenmitglieder mit erbeuteten EC-Karten und den ausgespähten PIN-Nummern der Geschädigten sofort Bargeld abgehoben und es an Hintermänner in Rumänien transferiert.
Um mehr als 40 Taten geht es in dem Prozess wegen Bandendiebstahls und gewerbsmäßigen Betrugs. Die Angeklagten, auf deren Spur die Ermittler durch Aufzeichnungen von Überwachungskameras gekommen sein sollen, seien jeweils an etwa 20 Fällen beteiligt gewesen. In ähnlichen Verfahren sind vier Männer bereits als Mitglieder der Diebesbande zu Haftstrafen von bis zu vier Jahren und acht Monaten verurteilt worden. Die Verhandlung wird am 11. November fortgesetzt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. November 2019 14:35 Uhr

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