Volksverhetzung vor Flüchtlingsheim in Berlin: Geldstrafe

Volksverhetzung vor Flüchtlingsheim in Berlin: Geldstrafe

Weil er Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Marzahn ausländerfeindlich beschimpft und mit einem Messer in Richtung der Männer gezeigt hatte, ist ein 41-Jähriger zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt worden.

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Das Amtsgericht Tiergarten sprach den Angeklagten am Dienstag (13. August 2019) der Volksverhetzung und der Bedrohung schuldig. Die Richterin verhängte 150 Tagessätze zu je 20 Euro. Der gelernte Gärtner hatte zuvor gestanden und sein Bedauern geäußert. Er sei betrunken gewesen und könne sich kaum erinnern.
Einige Bewohner standen laut Anklage vor der Unterkunft, als es im Juni 2018 zu dem fremdenfeindlichen Vorfall kam. Der 41-Jährige habe den Flüchtlingen das Lebens- und Daseinsrecht in Deutschland abgesprochen, indem er zu ihnen gesagt habe, sie gehörten in ein Konzentrationslager, so die Anklage.
Der fünffache Vater, der ohne Verteidiger erschienen war, hatte als Anlass für sein Verhalten einen mutmaßlichen Vorfall in der Klasse eines seiner Söhne genannt. Drei Mitschüler aus Flüchtlingsfamilien hätten auf einer Klassenfahrt einen zehnjährigen Freund seines Jungen sexuell attackiert. Das Urteil gegen den nicht vorbestraften Mann ist noch nicht rechtskräftig. 
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. August 2019 15:57 Uhr

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