Betrug mit Ferienhäusern: Drei Jahre Haft für Bandenmitglied

Betrug mit Ferienhäusern: Drei Jahre Haft für Bandenmitglied

Nach einer Serie von Betrügereien mit Urlaubsreisen ist ein 28-Jähriger zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.

Justitia-Figur

© dpa

Der Angeklagte sei als Mitglied einer Bande an 71 Taten mit einem Schaden von rund 139 000 Euro beteiligt gewesen, begründete das Berliner Landgericht am Mittwoch (10. Oktober). In das Urteil gegen den geständigen Mann wurde eine Vorstrafe wegen ähnlicher Betrugsfälle einbezogen.
Die Gruppierung hatte laut Ermittlungen seit Januar 2016 über das Internet Villen und andere hochwertige Objekte auf Mallorca und am Gardasee zur Vermietung für Urlaubsaufenthalte angeboten, ohne Zugriff darauf zu haben. Die Geschädigten seien um die im Voraus verlangte Miete geprellt worden - im Einzelfall bis zu 3100 Euro.
Der 28-Jährige gab zu, im Auftrag der Hintermänner ergaunertes Geld auf Konten ins Ausland verschoben zu haben. Dafür habe er von Dezember 2015 bis Ende 2016 7000 Euro erhalten. Die Drahtzieher seien im Hintergrund geblieben. Er habe sich an dem Schwindel beteiligt, weil er nach einer Pleite mit einem Autohandel mit rund 50 000 Euro verschuldet gewesen sei.
Zwei weitere Bandenmitglieder erhielten im November 2017 in Berlin Freiheitsstrafen von zwei beziehungsweise knapp drei Jahren. Der 28-Jährige wurde im Herbst 2017 in Spanien festgenommen. Wegen Betrugs erhielt er im August 2018 in Mannheim eine Bewährungsstrafe. Die Staatsanwältin hatte nun eine Gesamtstrafe von vier Jahren und zehn Monaten Haft gefordert, der Verteidiger zweieinhalb Jahre. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Das Blaulicht
© dpa

Kriminalität

Von Dieben, Brandstiftern & Co.: Aktuelle Polizeimeldungen und Nachrichten über Verbrechen und Prozesse in Berlin. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. Oktober 2018 08:17 Uhr

Weitere Meldungen