Angeklagter gesteht Überfall auf Spielcasino in Wilmersdorf

Angeklagter gesteht Überfall auf Spielcasino in Wilmersdorf

Nach einem Überfall auf ein Spielcasino in Wilmersdorf hat einer der mutmaßlichen Räuber vor dem Landgericht ein Geständnis abgelegt.

Richterhammer aus Holz

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Mit einer Machete habe er einen Angestellten bedroht und die Herausgabe von Geld verlangt, erklärte der 25-Jährige am 11. Mai zu Prozessbeginn. Er und ein Komplize hätten bei der Tat im Mai 2017 rund 2000 Euro erbeutet.

«Wir hatten kein Geld und waren angetrunken»

Der aus Litauen stammende Angeklagte sagte, er und sein Mittäter hätten sich spontan zu dem Überfall entschlossen. Er habe dem 67-jährigen Geschädigten dann eine Machete an den Hals gehalten, den Mann aber nicht verletzt und auch nicht mit dem Tode bedroht. Von der Beute hätten er und der Komplize unter anderem Unterkunft und Essen bezahlt. «Eine Arbeit hatte ich leider nicht», so der Bauhelfer.

Der Angeklagte wurde bereits wegen eines anderen Überfalls verurteilt

Eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildern einer Überwachungskamera führte die Polizei später auf die Spur des Angeklagten. Als der 25-Jährige mit dem Vorwurf konfrontiert wurde, befand er sich wegen ähnlicher Taten in Untersuchungshaft in Hessen. Im Oktober verhängte ein Gießener Gericht eine Gesamtstrafe von acht Jahren Gefängnis unter anderem wegen eines brutalen Überfalls auf einen Juwelier gegen den Bauhelfer. Das Urteil ist rechtskräftig. Auch im jetzigen Prozess lautet die Anklage auf schweren Raub.
Das Blaulicht
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 11. Mai 2018 15:19 Uhr

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