Kriminalität: Jede fünfte Ermittlung gegen arabische Clans

Kriminalität: Jede fünfte Ermittlung gegen arabische Clans

Fast jeder fünfte Ermittlungskomplex der Berliner Kriminalpolizei zur organisierten Kriminalität richtete sich gegen arabischstämmige Clans. Im Jahr 2016 führte die Polizei 51 dieser Großermittlungen, 9 davon zielten gegen diese Clans, deren Mitglieder oft aus Großfamilien mit libanesisch-kurdischer Herkunft stammen. Diese neun Verfahren seien «durch arabischstämmige Straftäter dominiert», antwortete die Senatsinnenverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp. Vor allem sei es um Rauschgifthandel und Eigentumsdelikte wie Diebstahl, Raub und Erpressung gegangen.

Polizeifahrzeuge

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Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: Rolf Vennenbernd/Archiv

Die Verdächtigen und Täter hätten oft auch die deutsche Staatsangehörigkeit, teilweise aber gar keine. Einzelne arabischstämmige Intensivtäter hätten auch Kontakt zu russischen Banden und Rockerclubs.
Bei sehr konkreten Fragen zu den Verbrechen der Clans und dem Umfeld musste der Senat passen. Weder gibt es Statistiken zu den Umsätzen und Gewinnen, die die Banden erzielen, noch zum angehäuften Immobilienvermögen. Auch zu den Themen Geldwäsche, beschlagnahmte Vermögenswerte oder Einflussnahme auf die Politik antwortete der Senat lapidar: «Hierzu wird keine Statistik geführt.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 12. April 2018 16:10 Uhr

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