Prozess wegen versuchter Anstiftung zum Mord ausgesetzt

Prozess wegen versuchter Anstiftung zum Mord ausgesetzt

Ein Prozess wegen versuchter Anstiftung zum Mord gegen Vater, Mutter und Tochter ist auch in einem zweiten Anlauf gescheitert. Das Berliner Landgericht setzte die Verhandlung am Dienstag vor Verlesung der Anklage aus, weil die 30-jährige Tochter nicht erschienen war. Die Familie soll Ende 2014 versucht haben, den geschiedenen Mann der 30-Jährigen töten zu lassen, weil dieser die «Familienehre» verletzt habe. Der Verteidiger der Tochter sagte, sie befinde sich in einem Krankenhaus im Libanon. Wann es zu einem dritten Prozessanlauf kommt, blieb zunächst offen.

Justitia

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Eine modellhafte Nachbildung der Justitia. Foto: Volker Hartmann/Archiv

Die aus Syrien stammenden Angeklagten sollen laut Ermittlungen den zweiten Ehemann der jungen Frau zu einer Attacke gegen seinen Vorgänger aufgefordert haben. Der Mann habe den Auftrag abgelehnt. Als Hintergrund der mutmaßlichen Tat wird ein seit langem andauernder Familienstreit angenommen. Die Angeklagten hätten den zweiten Ehemann der 30-Jährigen deshalb zu einem Messerangriff überzeugen wollen. Sie sollen ihm 1000 Euro Entschädigung für jeden später im Gefängnis abzusitzenden Monat angeboten haben. 
Der erste Prozessanlauf war im Juli 2017 gescheitert. Damals wurde das Verfahren ausgesetzt, nachdem die Verteidigung eine fehlerhafte  Schöffenbesetzung gerügt hatte.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 20. März 2018 11:30 Uhr

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