Angeklagter gesteht Angriff auf U-Bahn-Treppe

Angeklagter gesteht Angriff auf U-Bahn-Treppe

Nach dem brutalen Angriff auf einen Passanten im Berliner U-Bahnhof Alexanderplatz hat der 39-jährige Beschuldigte vor dem Landgericht gestanden. Die Vorwürfe gegen ihn seien zutreffend, sagte er zu Prozessbeginn am Montag. Weil er Drogen konsumiert habe, sei er aggressiv geworden. Das 38-jährige Opfer war nach einem Schlag von hinten gegen den Kopf eine Treppe herabgestürzt. Dabei stieß der Attackierte mehrfach mit dem Kopf gegen das Eisengeländer. Der 38-Jährige erlitt eine schwere Kopfverletzung und viele Prellungen.

Ein Richterhammer aus Holz

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Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Der Angeklagte gilt als psychisch krank. Seit seinem 20. Lebensjahr soll er sich immer wieder in ambulanter und auch stationärer Behandlung befunden haben. Im Prozess werden dem Beschuldigten sechs weitere Attacken vorgeworfen. Mehrfach soll er Passanten grundlos geschlagen haben. Im Juli 2016 habe er sich gegen eine Festnahme gewehrt, einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und sich damit selbst in den Bauch geschossen. Die Staatsanwaltschaft strebt eine dauerhafte Unterbringung des 39-Jährigen in der geschlossenen Psychiatrie an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. November 2017 15:00 Uhr

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