Berliner Landesunternehmen trotzen Corona mit Staatshilfen

Berliner Landesunternehmen trotzen Corona mit Staatshilfen

Die Berliner Landesunternehmen sind insgesamt gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen, einzelne mussten jedoch vom Staat stark finanziell gestützt werden.

Geldscheine

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Euro-Geldscheine liegen auf einem Tisch.

«Einige Landesunternehmen sind ganz erheblich durch Corona getroffen worden», sagte Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) am 26. Oktober 2021 bei der Vorstellung des Gesamtberichtes für das Jahr 2020. Deshalb hätten Land und Bund hier in großem Umfang Hilfen geleistet. So seien an die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg 111 Millionen Euro an Corona-Hilfen geflossen und an die Messe 85 Millionen Euro. Die Charité habe 58 Millionen Euro solcher Hilfen erhalten, der Klinikkonzern Vivantes 35 Millionen Euro.
Insgesamt erzielten alle Landesbeteiligungen 2020 einen Überschuss von 232 Millionen Euro - bei einem Gesamtumsatz von rund 8,7 Milliarden Euro. Der Saldo lag damit deutlich niedriger als in den Jahren zuvor (2019: 492,5 Millionen Euro, 2018: 701,0 Millionen Euro). Größter Gewinnbringer waren die Wasserbetriebe mit einem Gewinn von 281,5 Millionen Euro. Den größten Verlust fuhr trotz Staatshilfen die Flughafengesellschaft mit 391,4 Millionen Euro ein - wegen sehr deutlich eingebrochener Fluggastzahlen.
Das Land Berlin ist an 55 Unternehmen mit etwa 52.000 Beschäftigten ganz oder teilweise beteiligt. Sieben davon machten im Jahr 2020 Verluste (2019: 13), die übrigen Gewinn. Als erfreulich wertete Kollatz das Investitionsvolumen der Firmen, das 2020 mit 3,6 Milliarden Euro zwar unter dem Rekordniveau von 2019 (5,1 Milliarden Euro), aber deutlich höher als in den Jahren davor lag.
Ein landeseigenes Unternehmen, das stark unter Corona leidet, ist auch die BVG mit ihren Bussen und U-Bahnen. Gleichwohl weist sie 2020 sogar ein leichtes Plus von rund 400.000 Euro in der Bilanz auf. Neben den üblichen Landeszuschüssen hat das Unternehmen laut Finanzverwaltung bislang noch keine Corona-Hilfen erhalten, allerdings eine Finanzierungszusage über 144 Millionen Euro.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 26. Oktober 2021 16:19 Uhr

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