Mitarbeiter der Kliniken Charité und Vivantes im Warnstreik

Mitarbeiter der Kliniken Charité und Vivantes im Warnstreik

Die Gewerkschaft Verdi hat am Dienstag die Mitarbeiter der großen Berliner Kliniken Charité und Vivantes zu einem zweitägigen Warnstreik für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen aufgerufen.

Vivantes

© dpa

Fahnen mit der Aufschrift «Vivantes» und «Netzwerk für Gesundheit» wehen vor dem Vivantes Klinikum.

Seit den frühen Morgenstunden waren insgesamt rund 500 Mitarbeiter beider Berliner Kliniken aufgefordert ihre Arbeit niederzulegen, wie Verdi-Gewerkschaftssekretär, Marco Pavlik, sagte. Durch den Warnstreik werde es auf vielen Stationen nur einen eingeschränkten Betrieb mit weniger Personal als üblich geben. Unter anderem müssten nicht lebensnotwendige Operationen verschoben werden. Das Wohl der Patienten solle aber durch den Arbeitskampf keinesfalls gefährdet werden.

«Klatschen war gestern, heute ist Zahltag»

Der Warnstreik beginne am Dienstag (29. September 2020) mit der Frühschicht und endet am Folgetag mit dem Ende der Spätschicht, hieß es von Pavlik weiter. Geplant seien am Mittwoch zudem eine Demonstration sowie Kundgebungen mit dem Motto «Klatschen war gestern, heute ist Zahltag». Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 29. September 2020 08:17 Uhr

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