Rund 1000 neue Anmeldungen seit Verbot von Querdenken-Demo

Rund 1000 neue Anmeldungen seit Verbot von Querdenken-Demo

Als Reaktion auf das Verbot der für Samstag in Berlin geplanten Demonstration gegen die Corona-Politik sind bei der Hauptstadtpolizei rund 1000 neue Demonstrationen angemeldet worden.

Berlin - Demonstration gegen Corona-Politik

© dpa

Dicht gedrängt standen Tausende bei einer Kundgebung gegen die Corona-Beschränkungen auf der Straße des 17. Juni.

Die Beamten erwarten, dass die Zahl weiter steigen wird, da entsprechende Aufrufe im Internet kursieren, wie eine Sprecherin am Donnerstagmittag (27. August 2020) sagte. Weitere Details zu den Demonstrationen konnte sie zunächst nicht nennen. Unklar ist auch, ob die Versammlungen wirklich stattfinden werden. Per se verboten werden könnten die Demonstrationen nicht, erläuterte die Polizeisprecherin. Eine Demonstration lässt sich einfach und schnell über ein Formular auf der Internetseite der Polizei anmelden. Zunächst hatten das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und T-Online darüber berichtet.
Zur größten Kundgebung am Wochenende hatte die Initiative Querdenken 711 aus Stuttgart für Samstagnachmittag 22 000 Teilnehmer auf der Straße des 17. Juni nahe dem Brandenburger Tor angemeldet. Am Mittwoch verbot dann die Polizei mehrere Demonstrationen und Kundgebungen von verschiedenen Querdenken-Initiativen. Zur Begründung hieß es von Innensenator Andreas Geisel (SPD), die letzte ähnliche Demonstration am 1. August habe gezeigt, dass Demonstranten «sich bewusst über bestehende Hygieneregeln und entsprechende Auflagen» hinweggesetzt hätten. Das Verbot gilt auch für jede Ersatzveranstaltung vom 28. August 2020 bis 14. September 2020 im Land Berlin.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. August 2020 15:12 Uhr

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