DLRG sammelt über 130.000 Unterschriften für Bäderrettung

DLRG sammelt über 130.000 Unterschriften für Bäderrettung

Gegen Bäderschließungen hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) nach eigenen Angaben mehr als 130 000 Unterschriften gesammelt. Eine entsprechende Petition sei dem Petitionsausschuss des Bundestages am Mittwoch (25. September 2019) in Berlin übergeben worden, teilte die Organisation in Bad Nenndorf mit.

Ein Bademeister beobachtet die Badegäste

© dpa

Ein Bademeister im Prinzenbad im Berliner Stadtbezirk Kreuzberg.

«Kommt es nun während der Beratung im Petitionsausschuss zu einem positiven Ergebnis, gibt der Ausschuss eine Empfehlung heraus, über die schließlich der Bundestag beschließt», hieß es. Unter dem Titel «Rettet die Bäder!» war die Petition vor rund einem Jahr an den Start gegangen, der Großteil der Menschen unterzeichnete über das Internet.

Pro Jahr 80 Schwimmbäder geschlossen

Nach DLRG-Angaben wurden in Deutschland in den vergangenen 17 Jahren im Schnitt pro Jahr 80 Schwimmbäder geschlossen. Gefordert wird ein bundesweiter Masterplan zum flächendeckenden Erhalt und der Sanierung von Schwimmbädern. Der Finanzbedarf betrage etwa 14 Milliarden Euro, den je zu Hälfte der Bund und die Länder sowie Kommunen übernehmen sollen.

Kinder können schlechter schwimmen

Die DLRG beklagt schon länger, dass die Menschen schlechter schwimmen können, insbesondere treffe das Kinder. Rund 60 Prozent der Zehnjährigen sind nach einer von der DLRG 2017 in Auftrag gegebenen Umfrage keine sicheren Schwimmer. Zahlreichen Grundschulen fehle der Zugang zu einem Bad. Bis Ende August ertranken in Deutschland 348 Menschen.
Stadtbad Charlottenburg  Alte Halle
© Berliner Bäderbetriebe

Schwimmen

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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 26. September 2019 07:51 Uhr

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