Archäologie legen untergegangene Stadtquartiere frei

Archäologie legen untergegangene Stadtquartiere frei

Mitten im Herzen von Berlin geht die Stadt ihrer eigenen Geschichte auf den Grund. Auf einer Fläche von zunächst etwa 5000 Quadratmetern sollen untergegangene Stadtquartiere rund um den historischen Molkenmarkt in Mitte freigelegt werden.

  • Ausgrabungen am Molkenmarkt (4)© dpa
    23.09.2019, Berlin: Die Baugrube des Bauabschnittes B2 vor dem Roten Rathaus zeigt Gemäuer aus dem damaligem Elektrizitätswerk. Die Großgrabungen des Landesdenkmalamtes am Molkenmarkt haben vor wenigen Wochen begonnen.
  • Ausgrabungen am Molkenmarkt (5)© dpa
    23.09.2019, Berlin: Christoph Rauhut, Landeskonservator (M) und Klaus Lederer (Linke), Kultursenator, (r) sprechen mit einem archäologischen Mitarbeiter auf dem Bauabschnitt A3 am alten Stadthaus. Die Großgrabungen des Landesdenkmalamtes am Molkenmarkt haben vor wenigen Wochen begonnen.
  • Ausgrabungen am Molkenmarkt (1)© dpa
    23.09.2019, Berlin: Vor dem Rathaus türmen sich Erdhügel. Die Großgrabungen des Landesdenkmalamtes Berlin am Molkenmarkt haben vor wenigen Wochen begonnen.
  • Ausgrabungen am Molkenmarkt (3)© dpa
    23.09.2019, Berlin: Projektleiter Michael Malliaris zeigt ein Bild aus den Zwanziger Jahren des selbigen Areals auf welchem er steht. Es ist der Bauabschnitt A3 vor dem Alten Stadthaus. Die Großgrabungen des Landesdenkmalamtes Berlins am Molkenmarkt haben vor wenigen Wochen begonnen.
  • Ausgrabungen am Molkenmarkt (2)© dpa
    23.09.2019, Berlin: Ein Bombenkrater aus dem Zweiten Weltkrieg liegt freigeschaufelt vor dem Alten Stadthaus. Die Großgrabungen des Landesdenkmalamtes Berlins am Molkenmarkt haben vor wenigen Wochen begonnen.
  • Fundsachen liegen auf einem Tisch© dpa
    Fundsachen liegen auf einem Tisch.
In den kommenden Jahren wollen Archäologie-Teams des Landesdenkmalamtes eine Fläche von insgesamt 25 000 Quadratmetern untersuchen. «Mit den nun begonnen Grabungen entdecken wir unsere eigene Geschichte wieder», sagte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) laut Mitteilung am 24. September 2019 zum Auftakt der Grabungen.
Nach Angaben von Landeskonservator Christoph Rauhut liegen bis in die Tiefe von vier Metern «vielfältige Spuren aus 800 Jahren Stadtgeschichte: Fundamente von Bürgerhäusern, Klausurbauten des Franziskanerklosters oder auch diverse technische Anlagen wie ein vor 100 Jahren stillgelegtes Elektrizitätswerk neben dem Roten Rathaus». Auch jüngere Geschichtszeugnisse sollten archäologisch freigelegt, dokumentiert und geborgen werden. «Sie stellen mittlerweile eine wichtige Quelle für die moderne Geschichtsforschung und -vermittlung dar», sagte Rauhut.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. September 2019 14:05 Uhr

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