Kritik an Benachteiligung von Migranten auf Arbeitsmarkt

Kritik an Benachteiligung von Migranten auf Arbeitsmarkt

Die Vorsitzende der Integrationsministerkonferenz, Elke Breitenbach (Linke), fordert mehr Maßnahmen gegen die Benachteiligung von Menschen mit ausländischem Hintergrund auf dem deutschen Arbeitsmarkt. «Nach wie vor ist es so, dass Menschen mit Einwanderungsgeschichte einen schlechteren Zugang haben und schlechtere Einstiegschancen», sagte Breitenbach am Donnerstag zum Auftakt eines zweitägigen Treffens mit ihren Länderkollegen in Berlin der Deutschen Presse-Agentur.

Das gelte, wie verschiedene Studien zeigten, nicht nur für Flüchtlinge, sondern auch für EU-Bürger. «Diese müssen häufig unter ihrer Qualifikation arbeiten», so Breitenbach, die in Berlin Integrationssenatorin ist.
Ein Thema, über das die Minister in dem Zusammenhang beraten wollen, sei auch die Ausbeutung in Jobs etwa auf dem Bau oder in der Pflege. «Deshalb unterstützen wir die Forderung, Betroffenen mehr Beratung anzubieten und die Antidiskriminierungsstelle des Bundes auf die Länder auszuweiten», sagte Breitenbach. «Zu einer Beratung gegen Diskriminierung gehöre natürlich auch, Menschen über ihre Rechte aufzuklären und sie dabei zu unterstützen, ihre Rechte einzuklagen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 11. April 2019 12:30 Uhr

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