Klöckner gegen «Schwarz-Weiß» in Sachen Landwirtschaft

Klöckner gegen «Schwarz-Weiß» in Sachen Landwirtschaft

Bundesagrarministerin Julia Klöckner hat sich gegen «Schwarz-Weiß-Diskussionen» von Interessengruppen zur Ausrichtung der Landwirtschaft gewandt. Wenn die einen pauschal von «Agrarlobbyismus» redeten und die anderen von «Bauern-Hetzjagd», stimme beides in der Extremform nicht, sagte die CDU-Politikerin am Dienstag in Berlin. Man werde nur Akzeptanz in der Gesellschaft erreichen, wenn man weg von Radikalität und Pauschalisierung und hin zum Konsens komme. Um Zielkonflikte zu überwinden, könne die Digitalisierung helfen - etwa beim genaueren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, der nötig sei.

Greenpeace-Aktivisten hängen Banner an Fassade von Ministerium

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Aktivisten von Greenpeace haben an der Fassade des Bundeslandwirtschaftsministeriums ein Banner aufgehängt. Foto: Paul Zinken

Ein Jahr nach Klöckners Amtsantritt forderte die Umweltorganisation Greenpeace mehr Engagement für den Tierschutz. «Tierleid nicht unter den Teppich kehren, Frau Klöckner!», hieß es auf einem 100 Quadratmeter großen Banner, das Aktivisten am Dienstagmorgen an der Fassade des Ministeriums anbrachten.
«Wenn Klöckner nicht die Ankündigungsministerin der großen Koalition bleiben will, muss sie jetzt die offenkundigen Probleme angehen und sie nicht länger schönreden», sagte Lasse van Aken von Greenpeace. Die Organisation kritisiert unter anderem, dass die große Koalition noch einen Aufschub von zwei Jahren für die bisherige Praxis der betäubungslosen Kastration von Ferkeln vereinbart hat. Zudem fordert sie mehr Einsatz für eine europäische Agrarreform zur Förderung der nachhaltigen Landwirtschaft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 12. März 2019 12:40 Uhr

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