BND-Präsident verspricht weitere Geheimdienst-Reformen

BND-Präsident verspricht weitere Geheimdienst-Reformen

Der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), Bruno Kahl, hat nach dem Umzug des deutschen Auslandsgeheimdienstes in seine neue Zentrale in Berlin weitere Reformen angekündigt.

Eröffnung neue BND-Zentrale

© dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, l.) und der Präsident des BND, Bruno Kahl, bei der Eröffnung.

Nach Abschluss des Umzuges «werden wir uns mit besonderem Engagement der immerwährenden Aufgabe widmen, unsere Strukturen, Prozesse und Produkte weiter zu optimieren», sagte Kahl am Freitag in Anwesenheit von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei der offiziellen Eröffnung der neuen Zentrale. Vor allem wolle der BND seine Einstellungsoffensive vorantreiben. Professionelle und motivierte Mitarbeiter seien die Voraussetzung für nachrichtendienstliche Erfolge.
Die Welt werde «immer unübersichtlicher und auch immer unsicherer». Krisenregionen, internationaler Terrorismus, globale Strukturen der organisierte Kriminalität und auch Fragen der Cybersicherheit und Weiterverbreitung von Atomwaffen beschäftigten Menschen und Regierungen, sagte Kahl. Umso wichtiger seien verlässliche Quellen und Informationen, um Ereignisse und Entwicklungen zu verstehen. Die Politik brauche für ihre Entscheidungen in der Außen- und Sicherheitspolitik Erkenntnisse und Einschätzungen, auf die sie sich verlassen könne.
Der Umzug aus Pullach bei München und anderen Standorten in die neue Zentrale war im Januar mit dem Einzug des «Zentrums für Nachrichtendienstliche Aus- und Fortbildung» abgeschlossen worden - knapp elf Jahre nach der Grundsteinlegung. Die Baukosten lagen bei etwa 1,1 Milliarden Euro. Hinzu kamen 206 Millionen Euro für Einrichtungskosten für Möbel und Technik. Ursprünglich geplant waren Baukosten in Höhe von 720 Millionen Euro. Rund 4000 der 6500 Geheimdienstler des BND arbeiten nun in dem Neubau.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. Februar 2019 12:13 Uhr

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