Senator: Birthler soll Gedenkstätte bei Kulturwandel helfen

Senator: Birthler soll Gedenkstätte bei Kulturwandel helfen

Nach einer Affäre um sexuelle Belästigung bekommt die Stasiopfer-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen externe Unterstützung. Die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, soll beim Kulturwandel in der Einrichtung helfen. Das kündigte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Donnerstag an.

Marianne Birthler spricht

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Marianne Birthler, die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen. Foto: Britta Pedersen/Archiv

«Marianne Birthler ist bereit, uns dabei zu unterstützen», sagte Lederer im Abgeordnetenhaus. Die 70-Jährige soll die Gedenkstätte bis zur Berufung einer vorübergehenden oder endgültigen Leitung beraten.
Die Führungsspitze in Hohenschönhausen wird ausgetauscht, nachdem Belästigungsvorwürfe öffentlich geworden waren. In einem Brief hatten mehrere Mitarbeiterinnen, Volontärinnen und Praktikantinnen der «Führungsetage» der Gedenkstätte sexistisches Verhalten vorgeworfen. Vor allem der Vize-Direktor stand im Fokus.
Der Stiftungsrat traute aber auch Direktor Hubertus Knabe nicht den notwendigen Kulturwandel zu. Nachfolger für beide Posten sollen nun mittels einer Ausschreibung gefunden werden, wie Lederer sagte.
Die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen ging aus dem früheren zentralen Untersuchungsgefängnis der DDR-Staatssicherheit hervor. Sie soll an politische Willkür und Unrecht erinnern.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 27. September 2018 13:30 Uhr

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