Organisierte Kriminalität: 68 große Ermittlungsverfahren

Organisierte Kriminalität: 68 große Ermittlungsverfahren

In Berlin hat die Polizei im vergangenen Jahr 68 größere Ermittlungsverfahren gegen verschiedene Formen der organisierten Kriminalität geführt. Für 60 Ermittlungsverfahren war die Kriminalpolizei Berlin zuständig, 8 liefen über das Bundeskriminalamt (BKA). Das sagte der zuständige Dezernatsleiter im Landeskriminalamt Berlin am Montag im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhaus.

In 30 Prozent dieser Ermittlungskomplexe ging es um Eigentumsdelikte wie Raubüberfälle, Einbrüche sowie Taschen- und Autodiebstähle. 22 Prozent betrafen den Rauschgifthandel, 16 Prozent das Nachtleben, also vor allem Zwangsprostitution, und jeweils 9 Prozent Fälschungsdelikte, Gewaltverbrechen und Steuerstraftaten.
Hinter den meisten organisierten Banden, gegen die ermittelt wurde, standen demnach Einwanderer und Deutsche mit Migrationshintergrund sowie reisende Kriminelle aus dem Ausland. 14 Ermittlungsverfahren richteten sich gegen Banden von deutschen Staatsangehörigen, die aber vor allem aus Mitgliedern der arabisch-libanesischen Clans bestehen, die inzwischen oft deutsche Pässe habe.
Hinter 8 Banden standen Bulgaren, bei 6 Ermittlungskomplexen ging es um Türken, fünfmal jeweils um Litauer und Russen sowie viermal um Polen. Die italienische Mafia spielte nach den Angaben keine Rolle.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 23. April 2018 13:20 Uhr

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