Weniger Wintervögel in Berlin

Weniger Wintervögel in Berlin

Die Zahl der Wintervögel in Berlin ist nach einer Vogelzählaktion des Naturschutzbundes Nabu zurückgegangen. Die Amseln trifft es besonders hart.

Spatz und Kohlmeise

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Ein Spatz (l) und eine Kohlmeise hängen an einem Meisenknödel.

Im Vergleich zur ersten Auflage der «Stunde der Wintervögel» 2011 hätten die freiwilligen Teilnehmer in diesem Jahr zehn Prozent weniger Vögel beobachtet, teilte der Nabu Berlin am Dienstag (13. Februar 2018) mit. Die Zahl der Vogelsichtungen pro Garten und Stunde sank in dem Zeitraum von knapp 39 auf knapp 35. Diesen Trend verzeichnet die Naturschutzorganisation bei ihrer jährlichen Aktion auch bundesweit - obwohl in milden Wintern viele Vögel hierzulande überwintern.

Deutlich weniger Amseln in Berlin

Allerdings seien bei der Vielfalt - mit 93 verschiedenen Vogelarten - und bei der Zahl der Teilnehmer - rund 3100 - in Berlin Spitzenwerte erreicht worden, betont der Nabu. Am häufigsten zählten die Berliner Spatzen, vor Kohl- und Blaumeisen. Einen deutlichen Rückgang um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr wurde bei Amseln verzeichnet, die damit ihren dritten Platz einbüßten. Der Nabu vermutet, dass vermehrt Amseln am Usutu-Virus gestorben sein könnten.
Rotkehlchen
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. Februar 2018 11:56 Uhr

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