Palästinenser-Demonstrationen: Israel-Flaggen verbrannt

Palästinenser-Demonstrationen: Israel-Flaggen verbrannt

Gegen die Anerkennung von Jerusalem als Hauptstadt Israels haben am Freitag rund 1200 Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin protestiert. Die Kundgebung in der Nähe der US-Botschaft, bei der zahlreiche Palästinenser-Fahnen geschwenkt wurden, sei ohne größere Störungen verlaufen, sagte ein Polizeisprecher. Zwei israelische Flaggen seien bei dem Protest verbrannt worden. Die Polizei sei in der Spitze mit 450 Beamten vor Ort gewesen. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass die USA ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wollten.

Protest gegen Trump-Plan

© dpa

Polizeibeamte stehen in Berlin vor Demonstranten an der US-Botschaft. Foto: Paul Zinken

Dagegen protestierten am Abend dann auch spontan mehrere hundert Menschen in Neukölln. Die Demonstranten versammelten sich am Hermannplatz und liefen einige hundert Meter bis zur Reuterstraße, dort löste sich die Menschenmenge aber auf, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz, mussten den Angaben zufolge aber nicht eingreifen. Die Demonstration war nicht angemeldet gewesen, weshalb die Polizei gegen etliche Teilnehmer wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt.
Auch vor dem US-Konsulat in Hamburg hatten sich am Freitagabend rund 200 Demonstranten zu einer Kundgebung unter dem Motto «Nein zur Hauptstadt Jerusalem» versammelt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 8. Dezember 2017 21:50 Uhr

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