Oft gefragt

FAQ
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Tragen die Gefangenen Anstaltskleidung oder private Kleidung?

Grundsätzlich wird den Gefangenen gestattet, Privatkleidung zu tragen. Die Privatwäsche wird in den Teilanstalten auf ihre Kosten (Waschmittel) gewaschen. Beschäftigte Gefangene tragen während der Arbeitszeit Arbeitskleidung.

Was darf ein Gefangener mit in seinen Haftraum nehmen?

In jedem Haftraum befindet sich als Grundausstattung ein Bett, ein Stuhl, ein Tisch und ein Schrank. Jeder Haftraum verfügt zudem über einen abgetrennten Sanitärbereich.

Die Gefangenen dürfen ihre Hafträume in angemessenem Umfang mit ihren persönlichen Dingen ausstatten. Allerdings sind zusätzliche Einrichtungsgegenstände (z.B. technische Geräte) grundsätzlich genehmigungspflichtig und schriftlich zu beantragen. Gegenstände, die die Übersichtlichkeit des Haftraumes behindern oder in anderer Weise Sicherheit oder Ordnung der Anstalt gefährden, können ausgeschlossen werden.

Der Betrieb eines (Röhren-)TV-Gerätes mit einer Bildschirmgröße von maximal 15 Zoll bzw. ein LCD-Flachbldschirm von maximal 22 Zoll sowie ein Hörfunkgerät bis zu einer Größe von 15.000 cm³ ist im Haftraum gestattet. Gegen eine monatliche Gebühr können über die Satellitenanlage der JVA Heidering Fernsehen und Hörfunk empfangen werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, TV-Geräte gegen eine monatliche Gebühr zu mieten oder zu kaufen. TV-Geräte und Hörfunkgeräte mit der entsprechenden Größe können auch auf Antrag über Dritte eingebracht werden.

Bei Verlust oder Beschädigung des Haftrauminventars werden die Insassen für den entstandenen Schaden haftbar gemacht.

Wie sieht der Tagesablauf eines Gefangenen aus?

  • Ca. 06.15 Uhr

    Wecken

  • Ca. 07.00 Uhr

    Arbeitsbeginn der Arbeiter und Schüler

  • 11.30 Uhr

    Ausgabe der Warmverpflegung in den Wohnbereichsküchen und Betrieben

  • 14.30 Uhr

    Rückkehr der Arbeiter und Schüler

  • 14.15 Uhr

    Ausgabe der Kaltverpflegung (Abendessen und Frühstück für den Folgetag)

  • 15.15 Uhr – 16.45 Uhr

    Freistunden (Hofgang)

  • Ca. 21.30 Uhr

    Nachtverschluss

Gibt es so etwas wie Freistunden?

Die Justizvollzugsanstalt Heidering ermöglicht jedem Gefangenen über das gesetzliche Maß hinaus täglich zwei Stunden Aufenthalt im Freien.

Wann bekommt ein Gefangener Vollzugslockerungen?

Vorrangiges Ziel des Vollzuges von Freiheitsstrafen ist die Resozialisierung des Straftäters. Das heißt, dass der Straftäter nach seiner Entlassung aus dem Strafvollzug ein Leben in sozialer Verantwortung und ohne neue Straftaten zu führen in der Lage ist. Dafür muss er auf die Lebensumstände in Freiheit bereits vor der Entlassung vorbereitet werden. Dieser Vorbereitung dienen die Vollzugslockerungen.

Aus der Justizvollzugsanstalt Heidering werden als Vollzugslockerungen begleitete und unbegleitete Ausgänge sowie Langzeitausgänge (§ 42 Absatz 1 Nr. 1-3 StVollzG Bln) gewährt. Die Lockerungen dürfen nach § 42 Absatz 2 StVollzG Bln gewährt werden, wenn sie der Erreichung des Vollzugszieles dienen und verantwortet werden kann, zu erproben, dass die Gefangenen sich weder dem Vollzug der Freiheitsstrafe entziehen noch die Lockerungen zur Begehung von Straftaten missbrauchen werden.

Wie viel Bargeld dürfen Gefangene bei sich tragen?

Der Besitz von Bargeld jeglicher Währung ist für Gefangene verboten. Die Zusendung von Bargeld in Briefen oder Paketen ist nicht zulässig.

Wie überweise ich Geld an einen Gefangenen?

Jeder Gefangene besitzt ein Konto, auf das Geld überwiesen werden kann.

Wer arbeitet eigentlich in einer JVA?

Es gibt eine Vielzahl verschiedener Berufsgruppen in der Justizvollzugsanstalt Heidering. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Beamtinnen und Beamte des Allgemeinen Vollzugsdienstes und des Verwaltungsdienstes
  • Juristinnen und Juristen
  • Psychologische Dienstkräfte
  • Dienstkräfte im Sozialdienst, im pädagogischen Dienst und im
  • Krankenpflegedienst sowie
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter externer Dienstleister, die in der Justizvollzugsanstalt Heidering tätig sind.

Gibt es im Justizvollzug Personen, die ehrenamtlich tätig sind?

Ja, mehr als 100 Ehrenamtliche unterstützen die Tätigkeit der Hauptamtlichen im Vollzug mit ihrem Engagement. Dazu gehören:

  • Anstaltsbeiräte und Mitglieder des Berliner Vollzugsbeirats
  • Vollzugshelferinnen und Vollzugshelfer
  • ehrenamtliche Gruppenbetreuerinnen und ehrenamtliche Gruppenbetreuer.

Sind Sie interessiert?

Wie häufig dürfen Gefangene Besuch erhalten?

Die Gefangenen dürfen zweimal im Monat für 60 Minuten Besuch empfangen. Bei Besuchen von minderjährigen Kindern der Gefangenen erhöht sich die Gesamtdauer der Besuchszeit um eine weitere Stunde.

Alles Wichtige, was Sie vor einem Besuch wissen müssen, haben wir für Sie in einem Merkblatt (PDF-Format) zusammengefasst.

Hinweise für Ihren Besuch

PDF-Dokument (52.1 kB)

Wer kann mir sagen, ob eine bestimmte Person inhaftiert ist?

Können die Gefangenen in der JVA Heidering einkaufen?

Die Gefangenen können bei vorhandenen finanziellen Mitteln, zweimal im Monat aus einem umfangreichen Sortiment Produkte des alltäglichen Lebens bestellen. Der Einkauf wird von einem externen Anbieter geliefert.

Sind technische Geräte im Haftraum erlaubt?

Die Gefangenen dürfen technische Geräte im Haftraum besitzen.

Gibt es einen Plan für den Ablauf der gesamten Inhaftierung?

Ja. Für jeden einzelnen Gefangenen wird gemäß § 9 StVollzG Bln auf der Grundlage des Ergebnisses des Diagnostikverfahrens ein Vollzugs- und Eingliederungsplan erstellt. Darin wird u. a. Folgendes festgelegt:

  • die Unterbringung im geschlossenen oder offenen Vollzug,
  • der Arbeitseinsatz sowie Maßnahmen der beruflichen Ausbildung oder Weiterbildung,
  • besondere Hilfs- und Behandlungsmaßnahmen (auch Freizeitmaßnahmen)
  • notwendige Maßnahmen zur Vorbereitung der Entlassung.

Der Vollzugsplan wird in Konferenzen erstellt und anschließend regelmäßig überprüft und angepasst.

Können Leistungen der Anstaltsbetriebe in Anspruch genommen werden?

Anders als in anderen Justizvollzugsanstalten des Landes Berlin werden in der Justizvollzugsanstalt Heidering keine einzelnen Produkte oder Leistungen angeboten. Die Werkstätten der Justizvollzugsanstalt Heidering werden von externen Dienstleistern betrieben. Sie stellen die Arbeitsplätze für Gefangene sicher. Im Auftrag von Firmen werden Fertigungs- und Montageleistungen in den Bereichen Metall und Konfektionierung ausgeführt.