Liegenschaftskataster Marzahn-Hellerdorf

Das Liegenschaftskataster hat die Aufgabe Liegenschaften – Grundstücke und Gebäude – flächendeckend nachzuweisen, so wie es Verwaltung, Wirtschaft, Recht und Wissenschaft erfordern. Der Nachweis der Liegenschaften erfolgt in einer darstellenden Flurkarte, einem beschreibenden Liegenschaftsbuch und einem vermessungstechnischen Teil (Vermessungszahlenwerk).

Für den Eigentumsnachweis im Grundbuch ist das Liegenschaftskataster das amtliche Verzeichnis der Grundstücke. Ein Grundstück besteht aus mindestens einem Flurstück, welches ein geometrisch eindeutig begrenzter Teil der Erdoberfläche und die kleinste Buchungseinheit des Liegenschaftskatasters ist. Durch die Nachweise des Liegenschaftskatasters wird die räumliche Abgrenzung für jedes Flurstück sichergestellt.

Link zu: Auszug aus der Automatisierten Liegenschaftskarte
Bild: BA Marzahn-Hellersdorf

Heute werden die Daten des Liegenschaftskatasters in einem automatisierten Datenverarbeitungsverfahren, dem Amtlichen Liegenschaftskatasterinformationssystem – ALKIS geführt.

Das Liegenschaftskataster hat dadurch in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, bilden doch diese digitalen Daten, vor allem die Geobasisdaten, die Grundlage für alle raum- und bodenbezogenen Informationssysteme § 6 a VermGBln der Berliner Verwaltung.

Für die Führung des Liegenschaftskatasters sind die Vermessungsstellen der Bezirksämter von Berlin zuständig. Sie beinhaltet die Eintragung von Veränderungen in das Amtliche Liegenschaftskatasterinformationssystem – ALKIS.

Link zu: Auszug aus dem Automatisierten Liegenschaftsbuch
Bild: BA Marzahn-Hellersdorf

Das bedeutet, sind Grenzen neu zu bilden, fallen Grenzen weg, werden Grundstücke bebaut oder baulich verändert, so sind darüber Unterlagen (Gebäudevermessungsschrift bzw. Grenzvermessungsschrift) anzufertigen und zur Übernahme in das Liegenschaftskataster einzureichen.

Grenz- und Gebäudevermessungen, dürfen nur von Vermessungsstellen nach § 2 VermGBln durchgeführt werden. Diese Aufgaben werden vorrangig von Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren wahrgenommen.

Auf Antrag werden Angaben aus dem Liegenschaftskataster analog oder siehe Datenabgabe digital für jedermann zur Verfügung gestellt. Telefonische Auskünfte sind nicht möglich.

Wenn kein vorrangiges Schutzinteresse eines Einzelnen oder der Allgemeinheit entgegensteht dürfen Flurstücks- und Gebäudeangaben jedermann zur Verfügung gestellt werden.

Die Abgabe von personenbezogenen Daten unterliegt dagegen datenschutzrechtlichen Einschränkungen. So werden Eigentümerangaben nur zur Verfügung gestellt, wenn der Antragsteller ein berechtigtes Interesse glaubhaft macht. Davon ausgenommen sind Vermessungsstellen nach § 2 VermGBln, Notare, Unternehmen der öffentlichen Versorgung (Energie, Wasser, Abwasser und Abfall) sowie Behörden, die diese Angaben für die Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen oder wenn die Angaben von Grundstückseigentümern, Erbbauberechtigten und Nutzungsberechtigten über ihre Liegenschaften benötigt werden.

Rechtliche Grundlage für die Erfassung, Fortführung, Einsicht, Erteilung von Auszügen und Auskünften sowie für die Abgabe digitaler Angaben bzw. Abruf von Flurstücken ist das Gesetz über das Vermessungswesen in Berlin (VermGBln).